Zwischen Computer und Mobiltelefon

„Liebe Teams! Ich möchte euch fragen, ob ihr einen SAW (Serve Asia Worker = Kurzzeitmitarbeiter) zu euch einladen wollt?

Die Bewerberin kommt aus Deutschland, ist 23 Jahre Jahre alt. Sie hat ihre Ausbildung abgeschlossen und möchte für vier Monate kommen, möglich ab August.

Am liebsten würde sie mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten, ist aber auch offen für andere Aufgaben. Bitte meldet euch bei Interesse bis nächste Woche.“

Die erste von vielen E-Mails wird abgeschickt. SAW’s (zwischen 19 und 70 Jahre alt!) wollen Mission praktisch erleben oder beten konkret, ob Gott sie längerfristig nach Asien ruft. Manche bewerben sich für bestimmte Teams oder Aufgaben wie z.B. Lehrer für Missionarskinder, Krankenschwester im Slum, Gästehausmanager, Computerspezialist oder Englischlehrer.

Kurzzeiterin Lisa im Einsatz

Kurzzeiterin Lisa im Einsatz

Die spannende Frage: „Wo?“

Wenn die erste Anfrage und der Bewerbungsbogen aus einem Heimatbüro da ist, frage ich entweder nach und erkläre Möglichkeiten auf den Philippinen, oder ich schicke eine allgemeine Anfrage an alle Teams, die SAWs einladen.

Nach einigen E-Mails und SMS kristallisieren sich meist ein oder zwei Möglichkeiten heraus. Das ist für mich eine spannende Phase! Wie viele Informationen soll ich noch geben, damit der mögliche SAW ein gutes, ausgewogenes Bild erhält? Wo kann ich mir ihn oder sie vorstellen? Ich habe ja den Bewerbungsbogen studiert. So beten alle Beteiligten um Gottes Leiten, und schließlich kommt die E-Mail über das Wunsch-Team.

Wenn alle Hürden im Heimatland genommen sind und das Team die Einladung bestätigt, wird der SAW offiziell auf die Philippinen eingeladen. Ich freue mich, jemand Neues kennenzulernen und beginne mit praktischen Vorbereitungen: Kontakt zwischen Team und SAW herstellen, Fragen beantworten, Tipps für das Budget schicken, eventuell Flug in entfernte Landesteile buchen, Sprachstudium planen, SIM-Karte und andere Dinge einkaufen.

„Endlich da!“

Ich hole den SAW vom Flughafen ab. In den ersten Tagen gibt es eine Einführung in OMF Philippinen, eine Einführung in die Kultur sowie eine Tour durch Manila. Ich erkläre praktische Dinge (Toiletten, Wasser, Hitze, Hygiene, Geldabheben, Mücken, Ausruhen und, und, und). Und dann geht es Richtung Team und Einsatz!

Kurzzeiter beschenken andere und werden selber beschenkt

Kurzzeiter beschenken andere und werden selber beschenkt

Ich bleibe in Kontakt durch SMS, E-Mails und Gebet. Manchmal besuche ich die SAWs bei ihrer Arbeit oder wir sehen uns beim OMF-Gebet.

Viele SAWs schicken mir ihre Rundbriefe, und so lerne ich sie immer besser kennen, erlebe ihre Freuden und Herausforderungen mit.

Manche SAWs werden persönliche Freunde und segnen mich durch ihre Gebete. Am Ende des Einsatzes gibt es ein Wiedersehen und Abschlussgespräch in Manila.

Was bleibt?

Alle SAWs kehren verändert und bereichert zurück! Alle haben die Wörter „Flexibilität“ und „Gottes Segen“ ganz neu in ihr Vokabular aufgenommen. Alle haben Filipinos in irgendeiner Form geholfen, und manche haben uns Missionaren ganz praktisch gedient.

Ich selbst bin durch die Betreuung von bisher über 70 SAWs sowie 4 Teams reich beschenkt worden!

Anke Malessa

Anke ist seit dem 1. April 2014 auf den Philippinen für die Koordination des Serve-Asia-Programms zuständig. mit dem Einzelne und Teams zu Kurzzeiteinsätzen auf die Philippinen kommen. Sie wünscht sich, dass Gott durch die Einsätze geehrt wird und Kurzzeiter verändert zurückgehen; dass sie für Mission beten, ihren Mitmenschen zuhause anders begegnen, Gott näher kommen und andere für Mission begeistern. Wir als OMF beten, dass Gott durch Serve Asia Menschen beruft, langfristig in die Mission zu gehen.

Start typing and press Enter to search