Mein Wunderbuch

Bereits vor meiner Ausreise nach Japan begann ich, ein „Wunderbuch“ zu führen. Darin trug ich Ermutigungen und Gebetserhörungen ein. Am 24. März schrieb ich zum Beispiel: „Nachdem ich im März von der Sprachschule in England zurückgekommen war, bot mir Familie W. ihr Auto an, da sie ein neues gekauft hatte. Das Alte konnten sie aber erst im Juli an den neuen Käufer weitergeben. So durfte ich es bis zu meiner Ausreise benutzen. Gottes perfektes Timing!“

Ähnliche Erfahrungen machte ich während meines Dienstes in Japan immer wieder. Besonders in den ersten Jahren fühlte ich mich oft sehr einsam. Die japanische Sprache und Mentalität erschienen mir so fremd. Immer wieder betete ich: „Herr, DU hast mich hierher gestellt. Bitte hilf DU mir jetzt auch in dieser Situation!“ Manchmal war es ein Schreien, manchmal waren es Tränen. Aber Gott hörte. Ich lese in meinem Wunderbuch von Briefen, Anrufen oder Begegnungen, die immer genau zur rechten Zeit eintrafen.

Diese Erlebnisse bestätigten, dass Gott mich sieht und für mich sorgt. Mein Glaube wurde gestärkt, so dass sich mein Beten änderte: „Herr, ich weiß, dass du mir helfen wirst. Ich bin gespannt darauf, wie du es tust.“

Jesus hat mich nie enttäuscht. Manches Gebet erhörte er anders oder zu einem anderen Zeitpunkt als erhofft. Aber es ist wahr: „Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. … Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen.“ (Epheser 3,20)

Conny Stöckle

Conny arbeitete von 1992-2014 in Japan und wird ab Mai 2015 den Deutschen Frauen Missionsgebetsbund (DFMGB) leiten. Webseite DFMGB 

A Chin man prays in Sacred Heart Cathedral, Mandalay.

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