Im hohen Alter durch Vietnams Berge

Im Rahmen meiner Bibelschulausbildung sollte ich Menschen in anderen Provinzen besuchen, um ihnen von Jesus zu erzählen. Im Juli 2013 machte ich mich auf ins Hochland. Dort traf ich eine erstaunliche 76jährige Frau, die in ihrem langen Leben auch einmal Katholikin gewesen war. Seitdem sie 2004 einen Neuanfang im Glauben gemacht hatte, musste sie eine Menge Ärger und Verfolgung ertragen, weil sie zu Jesus gehört.

Sie war Analphabetin, aber wollte die Bibel lesen. Darum bat sie Gott, ihr diese Fähigkeit zu schenken. Gott tat das Wunder für sie. Am Anfang konnte sie nur kurze Worte lesen, aber Schritt für Schritt lernte sie, auch längere Worte zu erfassen, und heute kann sie die ganze Bibel lesen.

Sie hat viele Söhne, Töchter, Enkel und Urenkel. Durch ihr Zeugnis kamen über 100 Angehörige zum Glauben an Jesus. Sie evangelisierte ganze Familien in ihrer erweiterten Verwandtschaft. Unter anderem kamen ihr Sohn, dessen Frau und die acht Kinder zum Glauben an Gott.

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Jeden Monat findet man sie im Hochland auf einem „Kurzzeit-Missionseinsatz“. Ihr Herz brennt für Zentral-Vietnam. Sie fleht Gott um eine Gelegenheit an, dorthin zu reisen, um zu evangelisieren. Sie würde sogar mit dem Motorrad dorthin fahren, wenn es sein müsste.

Obwohl sie schwach und dünn ist, lodert ein feuriger Geist in ihr. Wenn wir Jugendlichen in der Gemeinde über sie und ihre grenzenlose Energie reden, schämen wir uns fast…

Gebet: „Herr, bewahre die vietnamesischen Gläubigen in den ländlichen Provinzen, wo sie häufig von den örtlichen Behörden kontrolliert und verfolgt werden. Gib ihnen die Mittel, die sie brauchen, um dich zu bezeugen.“

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