The Task Unfinished: Was ist die unvollendete Aufgabe?

Unter dem Motto: #TheTaskUnfinished rückt OMF International tausende Volksgruppen in den Blick, die die gute Nachricht von Jesus Christus noch nie gehört haben.

„Auf der ganzen Welt wird man erkennen, wie gut du bist und handelst. Alle Völker werden sehen und verstehen: Du bist ihre Rettung.“ (Psalm 67,3)

„’Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.’ Wie aber sollen Menschen zu Gott rufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie zum Glauben an ihn finden, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Botschaft verkündet?“ (Römer 10,13-14)

Drei Menschen, drei asiatische Länder

Die meisten Tage in Diwuds Leben sind völlig gleich. Er steht früh auf und verbringt die meiste Zeit des Tages mit harter Arbeit auf dem Feld. Anschließend kehrt er für ein dürftiges Essen mit der Familie ins Dorf zurück. Regelmäßig opfert er Weihrauch, um böse Geister abzuwehren, die seiner Familie Schaden zufügen könnten. Trotzdem fühlt er sich oft kraftlos und voller Angst.

Das Leben von Li sieht ganz anders aus. In seiner multi-nationalen chinesischen Baufirma klettert er auf der Karriereleiter rasch nach oben. Er schafft es bis fast an die Spitze. Auf dem Weg dahin erlangt er Wohlstand und Status. Seine Familie ist stolz auf ihn. Er verdient mehr Geld, als er jemals erträumte. Nichts fehlt ihm. Nur eins: innerer, anhaltender Friede. Tief innen fühlt Li sich leer. Gibt es kein größeres Ziel als dieses?

An jedem neuen Tag erinnert sich Yukiko daran, was sie verlor. Der katastrophale Tsunami im März 2011 raffte das Leben ihres Mannes und ihres kleinen Sohnes hinweg. Es ist schon sechs Jahre her, aber der Schmerz hat nicht nachgelassen. Sie versucht, wieder ein „normales“ Leben zu führen. Ihre Verzweiflung lässt sie aber immer wieder an Selbstmord denken.

Diese drei Geschichten beschreiben drei Menschen an verschiedenen Orten Ostasiens. Eines verbindet sie: Alle sehnen sich nach Frieden, Freiheit von Angst und begründeter Hoffnung. Sie brauchen Jesus Christus: Prinz des Friedens, Hoffnung der Nationen, Herr über Himmel und Erde.

Ideal und traurige Realität

Das Herz der OMF-Initiative “Die unvollendete Aufgabe” (#TheTaskUnfinished) ist es, Menschen wie Diwud, Li und Yukiko die gute Nachricht zu bringen. Diese Initiative ist ein Ruf an Christen in aller Welt, das Evangelium zu Völkern zu tragen, denen Jesus unbekannt ist.

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch auf dieser Erde die gute Nachricht von Jesus Christus hören muss. Idealerweise wird sie ihm durch Gläubige seiner eigenen Volksgruppe gebracht, von einer Gemeinde in der Nähe seines Zuhauses oder durch die Bibel in seiner eigenen Sprache.

OMF Statistik: Nur einer von 10 Asiaten kennt einen Christen persönlich

Die Realität sieht leider anders aus. Milliarden von Menschen haben bis heute keine Möglichkeit, von Jesus zu hören. Vor allem Menschen aus dem Westen kommt diese Aussage gewagt vor. Hat nicht fast jeder Mensch von Jesus gehört?

Unerreicht: Zahlen und Fakten

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. (Quelle: globalfrontiermissions.org)

Weltweit haben 29% aller Menschen (zwei Milliarden Menschen!) keine Möglichkeit, die gute Nachricht von Jesus zu hören.

Über 6000 Volksgruppen gelten als unerreicht. In der Missiologie redet man von „unerreicht“, wenn in einem Volk weniger als 2% Christen sind. In einem solchen Fall sind die einheimischen Christen zahlenmäßig fast nicht in der Lage, ihre eigene Gruppe ohne fremde Hilfe zu evangelisieren (Definition nach Joshua Project).

Ostasien ist das am wenigsten erreichte Gebiet der Welt. 667 Millionen Menschen haben keinen Zugang zum Evangelium. Sie haben noch nicht von Jesus gehört. Niemand hat es ihnen auf eine Art, die für sie verständlich war, erklärt.

Nur 1% der 126 Millionen Japaner folgt Jesus nach. In Taiwan gibt es mehr buddhistische oder daoistische Tempel als anderswo auf der Erde, doch die Botschaft des Christentums ist den Menschen der Arbeiterklasse völlig fremd. In Ländern wie Laos und Vietnam verbindet sich die jahrhundertealte Tradition des Buddhismus und Animismus mit modernem Atheismus und erschwert das christliche Zeugnis.

Wunderbare Aufgabe, große Vision

Trotz aller Herausforderungen ruft uns Gott, die wunderbare Aufgabe der Verkündigung seiner Herrlichkeit anzupacken. Wir dürfen Menschen in seiner Kraft die gute Nachricht bringen, dass Gott sie liebt. Durch den Preis, den Jesus am Kreuz für sie bezahlt hat, können sie ewigen Frieden haben.

Eines Tages werden wir zusammen mit Gläubigen aus „jedem Stamm und jeder Sprache und Nation“ (Offenbarung 7,9) Gott anbeten. Bis es soweit ist, beteiligen wir uns daran, die Völker dieser Welt zu ihm einzuladen.

Diese Aufgabe braucht Zeit und geht durch verschiedene Stadien. Doch durch Gottes Gnade werden Völker, die heute noch nichts von Jesus wissen, eines Tages eigene interkulturelle Missionare zu anderen Völkern senden.

Von „unerreicht“ zu „missionarisch“

Wie wird eine unerreichte Volksgruppe vom Evangelium erreicht? Nach unserer langen Erfahrung muss dafür folgendes getan werden:

BETE für eine Volksgruppe.

BESCHÄFTIGE DICH mit einer bestimmten Volksgruppe. Wer sind sie? Was brauchen sie? Welche Herausforderungen gibt es bei der Verkündigung des Evangeliums? Wie wirkt Gott bereits unter ihnen?

GEHE LOS und baue Beziehungen zu den Menschen dieser Volksgruppe auf.

VERKÜNDIGE die gute Nachricht durch Wort und Tat.

GEMEINDEBEWEGUNGEN beginnen zu wachsen. Immer mehr Menschen dieser Volksgruppe wenden sich Christus zu. Gemeinden entstehen, die wiederum Gemeinden gründen.

MISSIONSBEWEGUNGEN entstehen. Gemeinden werden reif und beginnen, eigene Missionare zu anderen Völkern zu schicken, um die gute Nachricht weiterzugeben.

In Ostasien finden wir Volksgruppen in allen Phasen des Spektrums. Es gibt solche, die noch völlig unerreicht sind und solche, die bereits Missionare ausgesandt haben.

In einem Land leitet ein ehemals besessener Mann eine Gemeindewachstumsbewegung in seiner Volksgruppe. Gemeinden in Ländern wie Südkorea oder Singapur senden engagierte Missionare aus. In wiederum anderen Ländern hoffen wir betend auf Möglichkeiten, überhaupt Eingang zu finden.

Möglichkeiten, um anzupacken

Um die Aufgabe zu vollenden, zu der Gott sein Volk berufen hat, müssen Gemeinden und Gläubige in aller Welt mit anpacken. Wie will Gott dich gebrauchen? Hier sind einige Vorschläge, um sich an der unvollendeten Aufgabe zu beteiligen. Schließe dich Gott an und arbeite mit, damit „alle Völker“ ihn preisen. (Psalm 67,3-5)

RINGE IM GEBET für Volksgruppen, die keine Möglichkeit haben, die gute Nachricht von Jesus zu hören.

REGISTRIERE DICH und erhalte fünf kurze Andachten die dir helfen, weiter über die unvollendete Aufgabe nachzudenken.

BETE anhand der Vielzahl von Gebetsmöglichkeiten auf der OMF Homepage. Bete jeden Monat für ein anderes Land oder eine andere Volksgruppe.

FOLGE OMF auf Facebook, Instagram und Twitter, um die aktuellsten Neuigkeiten zu erfahren. Unter dem Hashtag #TheTaskUnfinished findest du regelmäßige Updates.

SINGE MIT beim Aktionstag „Weltweites Singen für Mission“ am 25. Juni 2017. Bringe das Lied “For the Cause” (Deutsch: Für den Herrn) in deine Gemeinde, auch nach dem Aktionstag.

FRAGE GOTT, was seine Aufgabe und Berufung für dich ist. Was sollst du tun, damit sein Auftrag, zu gehen und alle Völker zu Jüngern zu machen (Matthäus 28,18-20), ausgeführt wird?

Dein Platz von Gott?

Du könntest die erste Person sein, die das Evangelium einer unerreichten Volksgruppe bringt. Überblick über Einsatzmöglichkeiten

Falls du nicht selbst gehen kannst: möchtest du einen Missionar ermutigen und unterstützen?

Gute Nachrichten müssen weitergegeben werden. Gott hat uns als Christen die großartigste Nachricht der Geschichte mitgeteilt. „Gott hat uns seine ganze Liebe geschenkt. Durch unseren Ungehorsam waren wir tot; aber er hat uns mit Christus zusammen lebendig gemacht.“ (Epheser 2,4-5).

Wir dürfen diese gute Nachricht in Wort und Tat verkündigen. Millionen Menschen leiden, suchen und sind ohne Christus.

Unterstütze uns dabei, die unerledigte Aufgabe auszuführen.

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Hans Walter Ritter, Matthias Holighaus, Giselher Samen