Umkehr in Taiwan

Wie kann man in Taiwan mit jungen Leuten über Sünde reden? OMF Missionare David und Sigrun haben es versucht. Der Heilige Geist wirkte.

taiwan-strassenszene“Ich hatte keine Ahnung, dass ich so eine Sünderin bin!”, sagte Dze-Wen, eines der Mädchen aus der Jugendgruppe. Auch die anderen Jugendlichen beim Winter-Camp saßen mit Tränen in den Augen auf dem Fußboden der kleinen Hütte. “Gott ist so streng!”, meinte Jia-Yo, ein älterer Junge, der vor einem Monat getauft worden war.

Die Jugendlichen gehören zu der neuen Gemeinde, die wir im sozial schwachen Viertel Wanhua mit aufbauen. Das Thema des zweitägigen Camps war: „Der verlorene Sohn und Umkehr von Sünde.” Die meisten hatten das Gleichnis noch nie gehört. Das chinesische Wort für Sünde bedeutet normalerweise „Verbrechen“. So können Taiwanesen mit dem Wort „Sünde“ nicht viel anfangen.

Taiwanesischer Beichtspiegel

An jenem Abend hingen wir in der kleinen Hütte Listen mit allen möglichen Sünden auf. Darin standen auch sündige Gedanken und Gefühle, die jeweils durch Bibelstellen erklärt wurden.

“Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet.” (Apostelgeschichte 3, 19). Dieses Wort forderte uns heraus.

Die Jugendlichen nahmen sich lange Zeit für diese Listen. Sie machten Notizen und beteten. Danach tauschten wir uns aus. Die wunderbare Gegenwart des Heiligen Geistes schenkte Buße, tröstete und bewegte uns. Wir konnten über Reue und Verletzungen sprechen und darüber beten. Traurigkeit verwandelte sich in Freude.

jansen-portrait-2016David und Jansen lebten mit ihrer Familie seit 2010 in Taiwan.

oam-taiwan-pdf-downloadBlickpunkt Taiwan

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