Infografik: Sechs Stufen zu einer Missionsbewegung

“Das Missionsfeld von heute ist die Missionskraft von morgen.” Heute noch unerreichte Volksgruppen werden eines Tages selber Missionare aussenden. Wie entsteht eine solche Missionsbewegung? Sechs Infografiken erklären den Weg.

Welches Missionsziel verfolgt OMF?

Als Ziel hat OMF formuliert:

„Unter allen Völkern Ostasiens wachsen durch Gottes Gnade einheimische biblische Gemeinde- und Missionsbewegungen.“

Bekehrte sammeln sich in neu gegründeten Gemeinden. Gemeinden engagieren sich missionarisch, in ihrer eigenen Volksgruppe und darüber hinaus.

Dies braucht Zeit und geht durch verschiedene Phasen. Doch durch Gottes Gnade werden Völker, die heute noch nichts von Jesus wissen, eines Tages selber interkulturelle Missionare zu anderen Völkern senden.

Stufen von “Unerreicht” zu “Missionarisch”

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1. Beten. Gott bewegt Christen, gezielt für die geistliche Situation in einer Region, einem Land oder einer bestimmten Volksgruppe zu beten.

2. Informieren. Erleben Sie auch, dass zu Menschen, für die man betet, eine innere Verbundenheit wächst? Je mehr man betet, desto interessierter wird man: Wer sind diese Menschen? Wie leben und arbeiten sie? Was glauben sie, worauf setzen sie ihre Hoffnung? Wo wirkt Gott bereits unter ihnen? Welche Hürden hindern das Evangelium daran, sich auszubreiten? Gute Informationen und konkretes Gebet gehen Hand in Hand. Und: Oft zeigt Gott im Gebet den nächsten Schritt.

3. Befreunden. Christen ziehen an einen Ort, an dem sie sich mit diesen Menschen anfreunden können. In dieser Phase findet man heraus, auf welche Weise man der Volksgruppe am besten dienen kann. Diese Pionierarbeit hilft, eine passende Strategie zu entwickeln und bereitet den Boden für weitere Mitarbeiter vor.

4. Weitersagen. Vertrauen öffnet Türen. Nach und nach ergeben sich Möglichkeiten, die Gute Nachricht weiterzugeben. Missionare finden Wege, biblische Geschichten in die einheimische Kultur zu übertragen. In Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern entwickelt das Evangelium eine besondere Kraft.

5. Gemeinde. Durch Gottes Gnade wenden sich immer mehr Menschen Christus zu. Christen werden zu Jüngern und integrieren den Glauben an Jesus in ihren Alltag. Gemeinden entstehen und gründen wiederum neue Gemeinden.

6. Mission. Wenn sich Gemeinden in einem Volk ausbreiten, entsteht in ihnen der Wunsch, auch Menschen außerhalb ihrer ethnischen Grenzen zu erreichen. Sie beginnen, Christen aus ihren eigenen Reihen als Missionare zu senden.

Eine Missionsbewegung entsteht. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Keine Stufe ohne Gebet

In Ostasien finden sich Volksgruppen in allen diesen Phasen. Es gibt solche, die noch völlig unerreicht sind. Andere haben bereits eigene Missionare ausgesandt. Doch egal, in welcher Stufe sich eine Gemeinde befindet: durch Gebet möchte Gott nachhaltiges Wachstum schenken.

Wenn Sie die Stufen zu einer Missionsbewegung verstanden haben, können Sie besser für die Missionare beten, die Sie begleiten. Sie begreifen, wo er oder sie gerade steht und auf welche Stufe Gott ihre Arbeit heben möchte.

Der Chinamissionar James O. Fraser schrieb seinen Gebetspartnern einmal:

„Ich fühle mich wie ein Mann, dessen Boot in seichtem Wasser aufgelaufen ist. Er mag ziehen oder drücken, er kann sein Boot nicht mehr als nur wenige Zentimeter bewegen. Aber lass die Flut kommen und das Boot vom Grund heben, dann kann er es bewegen, einfach und reibungslos. … Der Fortschritt meiner Arbeit hängt fast völlig vom Stand der geistlichen Gezeiten ab – ein Zustand, den ihr genauso wie ich auf den Knien kontrollieren könnt.“

Helfen Sie mit durch Ihr Gebet, dass Gott durch seine Gemeinde in Ostasien geehrt und verherrlicht wird. Konkrete Anliegen finden Sie in der 5x5x5-Gebetshilfe.

Initiative #TheTaskUnfinished (Die unvollendete Aufgabe)

Unter dem Motto: #TheTaskUnfinished rückt OMF tausende Volksgruppen in den Blick, die die gute Nachricht von Jesus Christus noch nie gehört haben.

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch auf dieser Erde die gute Nachricht von Jesus Christus hören muss. Idealerweise wird sie ihm durch Gläubige seiner eigenen Volksgruppe gebracht, von einer Gemeinde in der Nähe seines Zuhauses oder durch die Bibel in seiner eigenen Sprache.

Die Realität sieht leider anders aus. Milliarden von Menschen haben bis heute keine Möglichkeit, von Jesus zu hören. Diese Tatsache lässt uns nicht kalt.

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