Hudson Taylors Leben

Nachdem im 18. Jahrhundert in China viel Märtyrerblut geflossen war, wurde im 19. Jahrhundert ein Neuanfang der Mission unternommen. 1860 reiste mit Karl Gützlaff der erste deutsche Missionar nach China. Die Ausdehnung über ganz China ist jedoch das Kennzeichen der Missionsperiode 1860 – 1900 und der von Hudson Taylor gegründeten China-Inland-Mission (CIM).

„Have faith in God“ (Haltet fest, rechnet mit der Treue Gottes!) wurde zu Taylors Missionsmotto und ist bis zum heutigen Tage der Leitsatz der ÜMG geblieben.

Das Motto Hudson Taylors in der internationalen OMF Zentrale in Singapur

Das Motto Hudson Taylors in der internationalen OMF Zentrale in Singapur

Hudson Taylors Kindheit, Jugend und Bekehrung

Hudson Taylor als junger Mann

Hudson Taylor als junger Mann

Hudson Taylor wurde am 21. Mai 1832 in Barnsley geboren. Er wuchs in einem christlichen Elternhaus auf und wurde von der englischen Erweckungsbewegung geprägt. Taylor ist eher von schwacher Gesundheit, dafür hat er seine Stärken „im Nachdenken und in der Ausdauer“.

Mit 17 Jahren kommt ihm beim Stöbern in Traktaten in der Bibliothek des Vaters die Gewissheit, „dass Christus als Stellvertreter für unsere Sünden starb.“ Vor allem die Authentizität in der Konsequenz von Denken und Handeln bei Christen prägen ihn.

Erste Jahre in China

Er bekommt die feste Überzeugung, für China berufen zu sein. Dabei vertritt er die Grundüberzeugung: Wenn Gottes Arbeit nach Gottes Willen getan wird, fehlt es nicht an seiner Versorgung.

Im September 1853 reist er das erste Mal mit der „Chinesischen Evangelisations-Gesellschaft“ (CEG) nach China aus. Dort macht er erste Sprachstudien und unternimmt Evangelisationsreisen mit erfahrenen Mitarbeitern. Sein Ziel in China besteht darin, eine Schar einheimischer Mitarbeiter heranzubilden.

Doch kurze Zeit später kommt es zum Bruch mit der CEG, da diese in ziemlichen Schulden steckte. Nur schweren Herzens kann sich Taylor dazu entschließen, eine neue Missionsgesellschaft ins Leben zu rufen. Aber die Not, der begegnet werden sollte, ist ihm zu groß. Er gewinnt eine Reihe neuer Mitarbeiter und bereitet sie praktisch auf die Arbeit vor Ort vor.

Wachstum der Arbeit

Am 20. Januar 1858 heiratet er seine erste Ehefrau, Mary Dyer, die nach nur zwölf gemeinsamen Ehejahren stirbt.

Aus der Überzeugung heraus, dass diejenigen, die niemals das Evangelium von Jesus gehört haben, verloren gehen, schreibt er sein Hauptwerk „Chinas geistliche Not und Anspruch“, das im christlichen England einschlägt wie eine Bombe.

Als Taylor 1872 nach England zurückkehrt, ist die Arbeit auf 30 Hauptstationen mit 80 Mitarbeitern angewachsen. Allerdings erschweren Krankheit und Tod einiger Verwandter seine Arbeit.

Ausweitung der Arbeit

1886 findet das erste chinesische Konzil statt, in dem Anweisungen für Evangelisten und Missionsanwärter ausgearbeitet werden. Es folgt die Anknüpfung internationaler Beziehungen mit Nordamerika. Die erste deutsche Allianz der CIM entsteht in Barmen. 1895 schließt sich der China-Zweig von St. Chrischona (Bettingen bei Basel) ebenfalls der CIM an, die zu diesem Zeitpunkt 621 Mitglieder in 122 Zentralstationen vorweist.

1904 stirbt Taylors zweite Frau in der Schweiz. Hudson Taylor kehrt zurück nach China, stirbt ein Jahr später in Changsa und wird in Chinkiang als „Innerchinas Wohltäter“ beigesetzt.

Der Auftrag erweitert sich abermals

Die ÜMG-Zentrale in Mücke-Flensungen

Die ÜMG-Zentrale in Mücke-Flensungen

Das Bekenntnis Chinas zum Kommunismus – nach dem 2. Weltkrieg – führte dazu, dass sich China der ausländischen Mission verschloss. Gott wies der CIM aber neue Aufgaben in den Ländern Ostasiens zu. Der Name veränderte sich zuerst in „Overseas Missionary Fellowship“, heute kurz: „OMF International“.

1967 wurde der Deutsche Zweig von OMF International als Überseeische Missions-Gemeinschaft (ÜMG) gegründet, mit dem heutigen Sitz in Mücke/Hessen.

Die Grundsätze der CIM

Pioniergeist: Priorität hatten die unerreichten Inlandsprovinzen Chinas

Kein Betteln um Unterstützung: Vertrauen auf Gottes Versorgung und gegenseitiges Teilen

Identifikation mit den Menschen: Tragen von chinesischer Kleidung, Erlernen von Sprache u. Kultur

Einheimisch werden der Gemeinde durch Lehre, Leiterausbildung, Entlassung in die Selbstständigkeit

Berufung über Ausbildung: Handwerker, ledige Frauen etc. gehörten zu den Missionaren

Interdenominell: Zentrum ist Jesus und die Ausbildung seines Reiches

Leitung auf dem Feld und nicht in der Heimat

Mehr detaillierte Informationen über Hudson Taylor und die Entwicklung der China Inland Mission finden Sie auf der Homepage www.hudson-taylor.de

Mehr über Hudson Taylor

  • Material für Gemeinden

    Das Jubiläum überall in Deutschland gefeiert werden. Zum Beispiel in IHRER Gemeinde. Wir haben einiges für Sie vorbereitet. Ideen für einen kreativen Missionssonntag. Stundenentwürfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Alle Materialien können kostenlos heruntergeladen werden. Ist etwas für Sie dabei?
    Weiterlesen
  • Schlagzeilen* aus 150 Jahren OMF-Geschichte

    Die China-Inland-Mission kam nicht auf leisen Sohlen daher. Vieles, was die Mitarbeiter damals anpackten und erlebten, sorgte für Aufsehen. So oder ähnlich könnten damals Schlagzeilen ausgesehen haben…
    Weiterlesen
  • Hudson Taylor: Anpassung aus Liebe

    Hudson Taylor stellte sich mit Chinesen kulturell auf eine Stufe. Dafür schlug ihm tiefer Hass entgegen…
    Weiterlesen
Kontakt

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Senden Sie uns eine Nachricht.

Not readable? Change text. captcha txt

Start typing and press Enter to search