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Myanmar: Wachsende Not für Arme und Menschen mit Behinderungen 

Menschen mit Behinderungen sind in Myanmar seit jeher stark gefährdet. Eine der größten Herausforderungen ist der traditionelle Glaube, dass diese Menschen für Sünden aus ihrem früheren Leben büßen.  

In den letzten zehn Jahren wurde auf politischer Ebene begonnen, einige der tiefgreifenden Ungleichheiten in den Bereichen Bildung, Arbeit und Menschenrechte zu beseitigen. Selbst während des verheerenden wirtschaftlichen Abschwungs durch Covid arbeitete die Regierung mit lokalen Organisationen zusammen, um Menschen mit Behinderungen zu unterstützen. 

Die Schwächsten trifft die Not am härtesten 

2021 hat der Militärputsch hat jedoch einen Großteil der erzielten Fortschritte zunichte gemacht, nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern für Arme im Allgemeinen. Durch den Zusammenbruch des Gesundheits- und Sozialsystems, den rapiden Abschwung der Wirtschaft und weit verbreitete Gewalt wurden viele gemeinnützige Organisationen aufgelöst oder sind aus Angst vor Repressalien untergetaucht. 

Prognosen sagen in den nächsten Jahren einen starken Anstieg der Armutsrate voraus. Schon jetzt sind Menschen mit Behinderungen fast doppelt so häufig von Armut betroffen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen eine Behinderung erleiden: das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, im Bürgerkrieg werden Minen eingesetzt – und die Zahl der psychischen Erkrankungen aufgrund von Traumata steigt.  

Bei einer im Jahr 2022 durchgeführten Slumräumung in Mandalay wurden 10.000 Menschen obdachlos – mindestens 10 % davon waren Menschen mit Behinderungen. Der Missbrauch von Frauen mit Behinderungen, insbesondere von gehörlosen oder geistig behinderten Frauen, hat zugenommen.

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Vertrauen auf Jesus, dem keine Not fremd ist 

Auch wenn es menschlich gesehen keinen Anlass für Optimismus gibt, hören wir nicht auf, unserem Gott treu zu dienen. Jesus wurde arm geboren, als Flüchtling vertrieben, zu Unrecht hingerichtet. Er kennt die Erfahrung derer, die unter Ungerechtigkeit und Brutalität leiden. 

Wir beten Jesus aber auch als den an, der durch seine Auferstehung alle Mächte besiegt hat, die unterdrücken. Und so arbeiten wir täglich für Gerechtigkeit, nicht in der vagen Hoffnung, dass die Dinge besser werden, sondern in dem Wissen, dass unsere Arbeit mit Gottes Hilfe letztendlich dauerhafte Veränderungen bewirken wird. 

Kleine Funken der Hoffnung 

Wie sieht das aus? Eine Gruppe von Ehrenamtlichen in Mandalay unterstützt arme Familien, insbesondere solche mit älteren oder behinderten Mitgliedern oder mit kleinen Kindern. Einige der Freiwilligen haben selbst Behinderungen und bringen in ihren Rollstühlen Bargeld und Lebensmittel zu anderen Bedürftigen. 

Eine andere Organisation in Yangon hilft Menschen mit Behinderungen bereits seit zehn Jahren, ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung handgefertigter Produkte zu verdienen. Als der Markt wegen Covid fast vollständig zusammengebrochen war, mussten die Einzelnen alleine in ihren kleinen, undichten Häusern arbeiten. Die Leiterinnen und Leiter kontaktierten ihre Mitarbeiter telefonisch und ermutigen sie, täglich auf den Auferstandenen zu hoffen. 

Bitte bete mit uns 

Die Zukunft sieht düster aus. Trotzdem wird Gottes Treue in Tagen der Not besonders deutlich.

Bitte bete mit uns: 

  • Um Schutz und Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen, insbesondere für Vertriebene, Obdachlose und Frauen, die von Missbrauch bedroht sind. 
  • Um ausreichende Mittel für diejenigen, die armen Familien Hilfe und Unterstützung bringen. 
  • Für die Organisation, die Menschen mit Behinderungen zu sicherer und würdiger Arbeit verhilft, dass die handgefertigten Produkte wieder verkauft werden können und Menschen mit Behinderungen nicht von “Sicherheitskräften” belästigt werden. 
  • Dass alle Leidenden, insbesondere Menschen mit Behinderungen, im Auferstandenen Hoffnung finden. 
  • Für die Wiederherstellung einer friedlichen und gerechten Gesellschaft. 

Übrigens: Jeden Dienstag und Donnerstag bietet OMF Schweiz ein halbstündiges Online-Gebetstreffen für Myanmar an.

Spenden 

Wer Behinderte in Myanmar finanziell unterstützen will, kann das durch eine Spende tun. Auf der Überweisung vermerken: “P9008 Myanmar Relief Project“ 

OMF Magazin:

Das OMF Fachmagazin “Mission Round Table“ beschäftigte sich in einer Ausgabe mit dem Thema: „Ministry to, with, and by People with Disabilities“ Zum Magazin

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