Myanmar: Kraft des Wortes Gottes

Auch in Myanmar ist gemeinsames Bibellesen ein guter Weg, um Menschen mit Jesus bekannt zu machen. Das Leben von Moe Moe wurde dadurch verändert.

Vor fünf Jahren kam Moe Moe, eine Studentin aus dem Volk der Karen, zum ersten Mal in unseren Bibelkreis. Während der dreistündigen Bibelarbeit war sie still. Sie war nur gekommen, um ihre Freunde zu treffen und mit ihnen danach etwas zu unternehmen.

Ich setzte mich neben sie und lud sie ein, in der folgenden Woche mit mir zusammen zu kochen und zu essen. Wir verstanden einander gut und ich ermutigte sie, den Bibelkreis weiterhin zu besuchen.

Schrittweise lernten die Studenten, über die Bibeltexte nachzudenken. Sie tauschten sich über das Wort Gottes aus und berieten, wie sie das Gelernte in ihrem Leben umsetzen könnten.

Eines Tages besprachen wir das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15). Nach der Bibelarbeit kam Moe Moe auf mich zu. Sie sagte: „Ich habe das Gefühl, Gott wartet auf mich, um mich zu lieben.“ Sie hatte das Gleichnis schon früher einmal gehört. Diesmal verstand sie Gottes Liebe zum ersten Mal für sich persönlich.

Moe Moe entschied sich, ihr Leben Jesus zu geben. Sie wuchs weiterhin im Glauben und nach einiger Zeit durfte sie mit großer Freude ihre Mutter zum Glauben führen.

Heute leitet Moe Moe einen eigenen Bibelkreis. Ihr Vorbild inspiriert andere Studenten, ihrem Beispiel zu folgen.

Daten & Fakten

Gesamtbevölkerung: 54,4 Millionen (Deutschland: 80,7 Mio.; Schweiz: 8,4 Mio.)

Bevölkerungsdichte: 83,2 pro km² (Deutschland:232; Schweiz: 212)

Religion

80 % Buddhisten
9 % Christen
7,2 % Muslime
2,3 % Chinesische Religionen
0,6% Animisten
0,5% Hindus
Rest: Andere

Die Landesfläche beträgt 677.000 km² und ist damit fast doppelt so groß wie Deutschland und 16-mal größer als die Schweiz.

Myanmar grenzt an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, Indien, Bangladesch und den Golf von Bengalen. Der größte Fluss ist der Irrawaddy, der im Irrawaddy Delta in den Bengalischen Golf fließt.

Myanmar setzt sich aus sieben „Regionen“, sieben „Staaten“ und einem „Unionsterritorium“ zusammen. Die Staaten sind die Verwaltungsdistrikte, in denen die Minderheitenvölker leben, die Regionen werden von der größten ethnischen Gruppierung, den Bamar, besiedelt.

Die Namen Myanmar, Birma und Burma sind alles Varianten des Wortes „Bama.“ Bama ist die Bezeichnung der größten Bevölkerungsgruppe, der Bamar.

Burma war die englische Bezeichnung für das Land, Birma die deutsche, wobei der Gebrauch nicht einheitlich war und ist. 1989 führt die Militärregierung den Namen Myanmar ein, der bis heute gilt, aber nicht von allen Staaten anerkannt und benutzt wird.

In deutschen Texten liest man oft „birmanisch“, aber auch „burmesisch“. Wir benutzen „Myanmare“ für die Einwohner Myanmars und „myanmarisch“ für die Sprache.

Wenn von Bamar die Rede ist, geht es ausdrücklich um Angehörige des Bamar Volkes.

Als erste Christen kamen 1722 die Barnabiten ins Land. Die Ausbreitung des Christentums in Myanmar geht aber auf Adoniram Judson, einen amerikanischen Baptisten-Missionar im 19. Jahrhundert, zurück. Hauptsächlich vormals animistische Volksgruppen (Karen, Chin, Kachin, Lahu) nahmen das Christentum an. Seitdem ist es fest verwurzelt und durch Widerstand gewachsen.

1966 mussten alle Missionare das Land verlassen. Dennoch sandte die christliche Gemeinde Myanmars Evangelisten und Missionare aus, und das trotz finanzieller Begrenzungen. Das Bedürfnis der Christen, buddhistische Volksgruppen zu erreichen, wächst.

Baptisten, Assemblies of God, Methodisten und Anglikaner sind die stärksten Denominationen im Land. Obwohl sich Schätzungen zufolge zwischen 4 und 9% der Bevölkerung zum Christentum bekennen, trifft dies auf nur 0,1% der Bamar zu. Nur sehr wenige Christen bekommen Zugang zu Leitungsämtern in der Gesellschaft.

Ethnische und denominationelle Bindungen werden langsam überwunden. Die christliche Einheit muss aber weiterhin Brücken zwischen den Gruppen bauen.

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