Gemeinde und Weltmission

Die Gemeinde Jesu in Deutschland ist dazu aufgerufen, sich leidenschaftlich am Missionsauftrag zu beteiligen. Mission beinhaltet mehr, als im engeren Umfeld Menschen in den Hauskreis, die Gemeinde und dadurch zu Jesus einzuladen.

Missionsbefehl mit drei “und” und null “oder”

Bevor Jesus nach seiner Auferstehung in die unsichtbare Welt zurückkehrte, gab er seinen Jüngern einen Auftrag:

“Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.”

Jesu ausdrücklicher Wunsch sind Nachfolger, die den gesamten Globus auf ihrem Radar haben. Sie sollen Jesus bezeugen in ihrer unmittelbaren Umgebung (“Jerusalem”) und im näheren Umkreis (“Judäa”). Sie sollen sich aber nicht nur um “ihresgleichen” bemühen, sondern sich auch denen zuwenden, gegen die man vielleicht Vorurteile hat (“Samaria”). Auch dies ist nicht die Grenze. Mit dem letzten “und” fordert Jesus die Apostel auf, die Botschaft von seinem Tod und Auferstehung “bis an das Ende der Erde” zu bringen.

Der Heilige Geist “erzwingt” Überwindung kultureller Grenzen

Die ersten Christen taten sich schwer damit, ihre kulturellen und religiösen Grenzen zu sprengen (Apostelgeschichte 8, 10 und 11). Immer wieder musste der Heilige Geist massiv eingreifen, damit der nächste Kreis die gute Nachricht von Jesus erfahren konnten. Dies tat er durch direktes prophetisches Reden, Visionen oder Verfolgung.

Die Gemeinde in Antiochia war weniger störrisch. In Apostelgeschichte 13 spricht der Heilige Geist zu den Leitern der Gemeinde, die sich zum Fasten und Beten zurückgezogen hatten:

“Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.” (Vers 2)

Die Leiter und die Gemeinde reagieren sofort.

Da fasteten sie und beteten und legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen. (Vers 3)

Dadurch wird Antiochia die erste “sendende Gemeinde” von Paulus und Barnabas.

Sendende Gemeinden dürfen ihren Einfluss für Gottes Reich nicht unterschätzen

Dadurch, dass die Gemeinde in Antiochia (später auch andere Gemeinden) Paulus und Barnabas geistlich, finanziell und moralisch unterstützte, konnte sich das Evangelium durch ihren Dienst im gesamten damaligen römischen Reich ausbreiten.

Dass sich Missionare und Gemeinden gegenseitig brauchen, hat sich bis heute nicht geändert. Leider vergisst man in der Betonung des “Gehens” das “Senden” von Missionaren. Sowohl praktisch als auch biblisch “gehen” Menschen nicht einfach in die Mission. Sie werden von Gottes Gemeinde gesandt. Im ganzen Neuen Testament findet sich, dass sich Senden und Gehen gegenseitig bedingt: der Sender braucht den Geher, der Geher braucht den Sender.

Denken wir über die Aufgabe des Senders nach, dann müssen wir zuerst feststellen, dass “senden” mehr ist als “nicht selber zu gehen”. Ein Sender weiß sich bewusst dem Plan Gottes zur Errettung der Völker verpflichtet, indem er versucht, Mitarbeiter zu unterstützen. Damit ist ein Sender per Definition ein Mitarbeiter am Reich Gottes.

Weltmission in der Partnerschaft zwischen sendender Gemeinde, Missionsgesellschaft und Missionar

Gemeinde, Missionar und Missionsgesellschaft OMFEs ist keine Wortklauberei. Im Verständnis von OMF werden Missionare nicht von der Missionsgesellschaft, sondern von ihrer Gemeinde ausgesandt. Trotzdem gibt es natürlich eine enge Zusammenarbeit.

In einer Kooperationsvereinbarung, die die Zusammenarbeit von sendender Gemeinde, Missionsgesellschaft und Missionar erklärt, findet sich diese Erklärung:

Die Missionsgemeinschaft tritt in Partnerschaft mit der sendenden Gemeinde. Gemeinde, Missionar und Missionsgemeinschaft werden zu einer geistlichen Einheit, um den Missionsauftrag zu erfüllen. Sie wollen sich in ihren jeweiligen Aufgaben gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Anschließend wird aufgezählt, welche Aufgaben von welchen Partner übernommen werden. Dadurch wird ermöglicht, dass durch diese Zusammenarbeit viele Ostasiaten von Jesus hören können, Gemeinde gebaut wird und einheimische Missionsbewegungen entstehen. Zu Gottes Ehre setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass die Gute Nachricht von Jesus Christus mit Wort und Tat unter den Völkern Ostasiens verkündigt wird.

Gemeinde und Weltmission praktisch

OMF hat einige Dokumente zusammengestellt, die Ihnen helfen, Missionare gut zu unterstützen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Warum Missionare ins Ausland senden?

PDF-Dateien herunterladen:

[A] Warum Mission

[B] Wie Mission

1. Einen Missionar senden

Missionare durch ein Missionsteam begleiten

PDF-Dateien herunterladen:

So gründen Sie ein Missionsteam

Missionare im Ausland richtig begleiten

Den Heimataufenthalt von Missionaren vorbereiten

PDF-Dateien herunterladen

5. Missionar im Heimataufenthalt

5a. Vorbereitung auf den Heimataufenthalt

5b. Auswertung

Weitere Artikel zu Gemeinde und Weltmission

Globaler Einfluss von Ortsgemeinden

Wer als Missionar in Ostasien arbeiten möchte, braucht eine starke Basis. Der geistliche Dienst in einer anderen Kultur ist herausfordernd. Deshalb stellt OMF Deutschland zwei Bedingungen an angehende Missionare, bevor sie nach Ostasien gesandt werden.

Biblische Texte für Missionspredigten

Die Bibel steckt voller Missionstexte. Trotzdem ist es manchmal schwer, passende Bibeltexte für Predigten zu Weltmission zu finden. Hier finden Sie einen Vorschlag für eine systematische Predigtreihe zum Thema Weltmission von OMF Deutschland.

Vier Aufgaben für eine sendende Gemeinde

Wenn man als sendende Gemeinde Missionare unterstützt, gelingt Weltmission! OMF Deutschland gibt Tipps, auf welche Bereiche man in der Unterstützung von Missionaren achten sollte: Ermutigung, Logistik, Finanzen und Gebet.

Kontakt

Senden Sie uns Ihre Frage oder eine Nachricht. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Start typing and press Enter to search