Missionsfest 2018: Japaner und Deutsche: Seite an Seite für Jesus

„Japanische Gemeinden werden kleiner und älter. Deshalb müssen Pastoren und Missionare enger zusammenarbeiten,“ so Pastor Sho Sugaya aus Japan vor über 400 Besuchern beim deutsch-japanischen Missionsfest von OMF Deutschland. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Seite an Seite für die unvollendete Aufgabe“.

„Mitarbeit am Missionsauftrag ist Teamwork“, so der Japaner. Man müsse sich gemeinsam dafür einsetzen, um alle ostasiatischen Völkern die Gute Nachricht von Jesus zu bringen. Am Beispiel von Japan erklärte er, wie das aussehen könne.

Gemeinsame Mission in Japan

Sho Sugaya und Markus Neitzel beim Missionsfest von OMF

Sho Sugaya und Übersetzer Markus Neitzel

90% aller japanischen Pastoren seien über 50 Jahre alt. Viele betreuten mehrere Gemeinden. In ländlichen Regionen seien viele Gemeinden vakant. Pro Gemeinde gäbe es durchschnittlich weniger als eine Taufe pro Jahr. Weil auch die Gemeindeglieder immer älter würden, gäbe es nur in wenigen Gemeinden eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit.

„Die Zusammenarbeit zwischen Japanern und Ausländern ist nicht leicht“, so Sugaya. Unterschiedliche Arbeitsweisen führten oft zu Konflikten. Deshalb müsse man viel Zeit miteinander verbringen, um sich kennenzulernen und gemeinsame Ziele zu entwickeln. Denn nur so würden Gemeinden neue Zielgruppen erreichen. Pastoren würden entlastet, geistliche Aufbrüche könnten entstehen.

Der Referent sprach sich dafür aus, dass sich Gemeinden trotz geistlicher Herausforderungen und Stagnation im eigenen Land weiterhin an der Weltmission beteiligen. „Wenn japanische Missionare ihre sendenden Gemeinde besuchen, werden sie oft gefragt: ‚Wie lange wollt ihr das noch machen? Kommt nach Japan zurück, ihr werdet hier auch gebraucht!’“ Weltmission sei Aufgabe aller Gemeinden und müsse getan werden, bis Jesus wiederkommt.

Einführung neuer Leiter

Armin und Heike Messer, Missionsleiter OMF Deutschland

Heike und Armin Messer

Zwei neue Leiter wurden am Sonntag Nachmittag eingeführt. Andrea Zimmermann aus der Nähe von Göttingen übernimmt den Vorstandsvorsitz von Otto Schulz, der diese Aufgabe sieben Jahre lang innehatte.

Armin und Heike Messer wurden als neue Missionsleiter gesegnet. Nach 16jähriger Missionsarbeit in Japan übernehmen sie die Leitung von OMF Deutschland am 1. Januar 2019.

Kreativstände in den Pausen

Rikscha beim OMF MissionsfestIn den Pausen war Zeit für Begegnungen zwischen deutschen und japanischen Besuchern, die aus einigen der insgesamt zwölf deutschen Bibelkreise angereist waren.

An Kreativständen konnte man sich japanisch verkleiden, seinen Namen kalligraphisch gestalten lassen oder mit einer Rikscha spazieren fahren.

Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Lobpreischor der Christlichen Gemeinschaft Oberissigheim bei Hanau unter der Leitung vom Thomas Wagler vom Evangelischen Sängerbund.

Wer ist OMF?

OMF International wurde 1865 vom englischen Arzt Hudson Taylor als China Inland Mission gegründet. In Japan ist OMF mit über 120 Missionaren die größte Missionsgesellschaft.

Heute arbeiten insgesamt 1400 Mitarbeiter aus 40 Nationen unter 100 Volksgruppen Ostasiens, darunter ca. 60 Deutsche.

Missionsfest-Gallerie

Alle Fotos: Stefanie Kloft Fotografie (Link zur Webseite)

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