Freude und Leid in Kambodscha

Dorothea Guglielmetti ist Krankenschwester im Mercy Medical Center in Phnom Penh, Kambodscha. Ihr Mann Andrés ist Arzt. Im Alltag geht es Auf und Ab.

Anfang Dezember 2016 fuhr ein Team unseres Krankenhauses für einen Einsatz ins benachbarte staatliche Gesundheitszentrum. Sie führten Aufklärungsunterricht und Vorsorgeuntersuchungen für Frauen durch. Gleichzeitig konnten sie von Jesus weiter erzählen. Über 25 Frauen hörten zum ersten Mal von Jesus! Gott sei Lob und Dank!

Zur selben Zeit starb in unserem Krankenhaus ganz plötzlich die Mutter einer unserer Mitarbeiterinnen. Unsere Krankenschwestern waren tief geschockt. In Gesprächen versuchten wir, die jungen Frauen aufzufangen und das Geschehene zu verarbeiten. Trotzdem bleibt die Frage: Warum musste das so passieren? Jesus, wo warst Du?!!

KH Gugli Krippenspiel 2Ich habe das Vorrecht, an einer Kleingruppe teilzunehmen. Dabei erlebe ich, wie junge Krankenschwestern, die frisch zum Glauben gefunden haben, mehr und mehr zu Jesus hin wachsen. Es ist so ermutigend wenn sie erzählen, wie sie Jesu Hilfe bei Problemen im Alltag erleben!

Im Dezember 2016 organisierten sie eine wirklich schöne Weihnachtsfeier. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie Verantwortung übernehmen. Die Krankenschwestern führten einen Tanz zum Lobpreislied „Wie groß ist unser Gott!“ auf. Ebenso spielten sie die Weihnachtsgeschichte als Theaterstück vor.

KH Gugli Krippenspiel 1Ein paar Stunden nach der Feier hörten wir, dass eine der Krankenschwestern versucht hatte, sich mit Medikamenten das Leben zu nehmen. In einem Krippenspiel hatte sie die Rolle von Maria gespielt. Sie stand schon lange im Glauben. Von vielen Seiten hatte sie Hilfestellung bekommen. Wir waren sprachlos!

Aber: Gott schreibt seine Geschichte weiter. Er ist mit uns nicht am Ende! Er schreibt auch mit dieser jungen Frau seine Geschichte weiter. Wir wollen ihm dabei weiter zur Seite stehen!

Dorothea und Dr. Andrés Guglielmetti waren von 2005 bis 2017 in Kambodscha und arbeiteten im Mercy Medical Center. Andrés war im Leitungsteam und für die chirurgische Abteilung verantwortlich. Dorothea war Krankenschwester und als Mentorin auf der Station tätig.

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