Japan: Fünf Jahre nach dem Tsunami

Am 11. März 2011 verwüstete ein verheerender Tsunami die 500 Kilometer lange Küste der Tohoku-Region (Nordosten der Hauptinsel Honschu). OMF International Japan reagierte schnell und sandte ein Team, um praktische Hilfe zu leisten.

Ein halbes Jahr später entstand im Fischerdorf Yamada (15.000 Einwohner) das Café „Ippo Ippo (Schritt für Schritt) Yamada“. Dort können Einwohner Kaffee trinken und die Mitarbeiter übernachten.

Der Wiederaufbau Yamadas geht nur schleppend voran. Arbeit gibt es kaum im Dorf. Viele Menschen haben sowohl Angehörige als auch ihre Lebensperspektive verloren. Die inneren Wunden sind tief und noch immer nicht verheilt. OMF möchte helfen, die Menschen vor allem innerlich neu aufzubauen. Dazu bietet das Café viele Möglichkeiten.

Jeden Vormittag verbringen Stammgäste mehrere Stunden im Café. Nachmittags bieten Mitarbeiter Kalligraphie, Englisch, Turnen, Schmuckherstellung oder ähnliches an. Bei besonderen Events platzt Ippo Ippo aus allen Nähten. So war es beim Weihnachtskonzert übervoll!

Viele Freiwillige unterstützen die drei hauptamtlichen Mitarbeiter im täglichen Café-Betrieb. Die Hauptaufgabe besteht allerdings darin, die Ohren zu spitzen und mit den Gästen an den Tischen, wenn Gott die Gelegenheit schenkt, auch über den christlichen Glauben zu reden.

Seit einem Jahr finden im Ippo Ippo Gottesdienste statt. Neben den Mitarbeitern kommen vier bis fünf Gäste. Zwei Frauen möchten Jesus nachfolgen. In dieser verwüsteten Region soll eine „Hoffnungs-Gemeinde“ entstehen. Wollen Sie mit dafür beten, dass dieses Ziel Schritt für Schritt erreicht wird?

Ingrid Matsumoto (geb. Krause) arbeitete von 1975 bis 2002 als OMF Missionarin auf der Insel Hokkaido. 2001 heiratete sie Hideharu Matsumoto. Sie ist weiterhin mit OMF verbunden.

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