Japan: Vom tanken zum taufen

Mein Tank war leer und ich musste dringend zu einem Termin. So kam es, dass ich ausnahmsweise zu der etwas teureren Tankstelle in der Nähe fuhr. Dort erledigen die Tankwarte alles für einen. Sie entsorgen sogar den Müll im Auto.

Wie üblich, fragte mich der junge Tankwart, ob er mir Müll aus dem Auto abnehmen könne. Aber dann wollte er plötzlich wissen, ob ich surfe. Und ob ich Christ sei. Er hatte die Surfbretter im Kofferraum und einen christlichen Aufkleber auf dem Auto gesehen.

Für einen Japaner ist es äußerst ungewöhnlich, Fremde einfach so anzusprechen!

Wir unterhielten uns kurz und tauschten Telefonnummern aus. Es stellte sich heraus: Er war als Kind von seiner Mutter in eine Gemeinde mitgenommen worden und hatte schon viel von Jesus gehört. Als Teenager wollte er dann aber nichts mehr von der Kirche wissen.

„Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir bitte!“

Jetzt war er Student in Hokkaido und jobbte an der Tankstelle. Doch vieles lief nicht so, wie er sich es vorgestellt hatte. Gerade an diesem Morgen hatte er beim Arbeiten Gott gefragt: „Gott, gibt es dich wirklich? Wenn es dich gibt, dann hilf mir bitte!“ Genau in diesem Moment kam ich vorbeigefahren!

OAM Japan - Surfer Taufe

Taufe bei eisigen Temperaturen

Ein Jahr lang trafen wir uns regelmäßig. Anfangs zum Surfen oder Snowboard fahren, später auch zum Bibellesen.

Im Dezember 2015 durfte ich ihn dann auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin im Meer taufen. Es ist einfach genial zu sehen, wie Gott alles so zusammenkommen lässt, dass es genau passt!

Jörg-Peter Koch und seine Frau Nora sind seit 2008 in Japan in der Gemeindegründung tätig. Sie haben zwei Kinder: Leo (4) und Eva (1). In seiner Freizeit geht Jörg-Peter gerne surfen oder Snowboard fahren. Ab 2017 wird er für Sportevangelisation freigestellt sein.

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