Japan: Vom Tanken zur Taufe

Vom Tanken zur Taufe

Mein Tank war leer und ich musste dringend zu einem Termin. So kam es, dass ich ausnahmsweise zu der etwas teureren Tankstelle in der Nähe fuhr. Dort erledigen die Tankwarte alles für einen. Sie entsorgen sogar den Müll im Auto.

Wie üblich, fragte mich der junge Tankwart, ob er mir Müll aus dem Auto abnehmen könne. Aber dann wollte er plötzlich wissen, ob ich surfe. Und ob ich Christ sei. Er hatte die Surfbretter im Kofferraum und einen christlichen Aufkleber auf dem Auto gesehen.

Für einen Japaner ist es äußerst ungewöhnlich, Fremde einfach so anzusprechen!

Wir unterhielten uns kurz und tauschten Telefonnummern aus. Es stellte sich heraus: Er war als Kind von seiner Mutter in eine Gemeinde mitgenommen worden und hatte schon viel von Jesus gehört. Als Teenager wollte er dann aber nichts mehr von der Kirche wissen.

Jetzt war er Student in Hokkaido und jobbte an der Tankstelle. Doch vieles lief nicht so, wie er sich es vorgestellt hatte.

Gerade an diesem Morgen hatte er beim Arbeiten Gott gefragt: „Gott, gibt es dich wirklich? Wenn es dich gibt, dann hilf mir bitte!“ Genau in diesem Moment kam ich vorbeigefahren!

„Gott, wenn es dich gibt, dann hilf mir bitte!“

Ein Jahr lang trafen wir uns regelmäßig. Anfangs zum Surfen oder Snowboard fahren, später auch zum Bibellesen.

Schließlich durfte ich ihn auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin im Meer taufen.

Es ist einfach genial zu sehen, wie Gott alles so zusammenkommen lässt, dass es genau passt!

Jörg-Peter und Nora Koch sind in Japan in der Gemeindegründung tätig, u.a. mit dem Schwerpunkt Sportevangelisation.

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