Japan: Versteckt im Karton

„Solo-Theater“ ist ein neuer, japanischer Verkaufserfolg. Worum handelt es sich? Ein Solo-Theater ist ein Karton oder eine Kiste, den man sich über den Kopf stülpt.

Solo TheaterDarin ist eine Öffnung angebracht, in die man ein Smartphone oder einen Tablet-Computer befestigen kann. Dadurch hat der Nutzer die Illusion, alleine zu sein. Aber warum würde sich jemand in seiner Wohnung oder im Park einen Karton über den Kopf stülpen?

Viele Japaner haben fast keine Privatsphäre. Sie arbeiten in Großraumbüros, pendeln in überfüllten Zügen und leben als Familie oftmals auf weniger als 60 Quadratmetern. In jeder Gruppe, zu der sie gehören, müssen sie sich vielen ungeschriebenen Regeln unterwerfen. Somit gibt es wenig Raum, einfach mal allein zu sein. Dazu hilft das Solo-Theater.

Dieser Gesellschaftsdruck wirkt sich auch auf die Gemeindearbeit aus: Viele Japaner – vor allem Männer – lassen sich nicht mehr auf eine neue Gruppe ein. Sie wollen sich in ihrer freien Zeit zurückziehen oder sich ihren Hobbies widmen.

Missionare können nicht erwarten, dass diese Japaner zu den üblichen Gemeindeprogrammen kommen. Wir müssen, vor allem in der Großstadt, neue Wege gehen, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie sind. Wie könnte das aussehen?

Zum Beispiel über den Sport, den jeder zweite Japaner aktiv betreibt. Da die Olympischen Spiele 2020 nach Tokyo kommen, gibt es in den nächsten Jahren unzählige Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen.

Eine weitere Möglichkeit sind christliche Medien, denn 90% der Japaner nutzen das Internet – eine der höchsten Raten weltweit!

Als OMF Japan brauchen wir viel Kreativität und Mut, neue Wege zu gehen, um Japaner dort abzuholen, wo sie sind, und die einzigartige Nachricht von Jesus selbst im „Solo-Theater“ verfügbar zu machen.

OAM Japan - Familie MesserArmin und Heike Messer sind seit 2002 in Japan. Sie arbeiten in der Gemeindegründung und leiten die OMF-Arbeit im Großraum Tokio. Heike ist auch involviert in der Weiterbildung von Missionaren.

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