Im Beruf in der Mission

“Wie kann ich meinen Beruf in der Mission einsetzen?” Wir haben vier Personen gefragt, wie Gott ihre Fähigkeiten für sein Reich einsetzt.

Harald + Marion, Gästehaus Manager

Von 2006-2013 waren wir Team Center Manager in Kambodscha. Wir waren schon 49 bzw. 57 Jahre alt, als wir bei OMF begannen, denn wir waren erst spät zum Glauben gekommen. 

In Deutschland hatte Marion die sechsköpfige Familie und einige Ehrenämter „gemanagt“.

Harald hatte viele Jahre Waggons und eine Funklok bei der Deutschen Bahn bewegt.  

In Kambodscha „managten“ wir dann das Team-Center: Dazu gehörten Zimmerbuchungen für Gäste, Organisatorisches fürs OMF-Team, Leitung der einheimischen Mitarbeiter (delegieren von handwerklichen Aufgaben, Kochen, Reinigung, Löhne verwalten) und manches andere.  

Harald bewegte den OMF-Pick-Up und organisierte Fahrdienste, Einkäufe und Möbeltransporte für Missionare. 

Obwohl die Teamsprache Englisch war, lernten wir Kambodschanisch.  

Die Arbeit war herausfordernd, aber auch erfüllend. Wir erlebten täglich Gottes Treue, nach dem Motto: „Gott ruft nicht die Begabten, sondern er begabt die Berufenen“. Das können wir auch heute noch bezeugen.  

Wir hatten die gute Nachricht von Jesus Christus erst spät verstanden. Aus Dankbarkeit war es uns ein Anliegen, Jesus zu fragen, in welchen Dienst er uns berufen möchte. Jesus auch im fortgeschrittenen Alter zu dienen – wir können es nur empfehlen! 

Harald und Marion Berdelmann 

Eva-Maria, Lehrerin

Ich habe Lehramt und Schulmanagement studiert. Schon immer wollte ich Missionare unterstützen, indem ich ihre Kinder unterrichte. Das hat mich vor 20 Jahren nach Thailand gebracht.

Schaue ich zurück, waren meine Aufgaben auf jeden Fall vielfältiger, als wenn ich in Deutschland als Lehrerin gearbeitet hätte.  

Zunächst arbeitete ich in einem thailändischen Kinderheim. Anschließend übernahmen mein Mann und ich die Aufgabe als Hauseltern in einem Schülerwohnheim. Dort können Missionarskinder wohnen und eine geeignete Schule besuchen, weil die Eltern in entlegenen Gebieten arbeiten.  

Im Jahr 2019 gründete ich eine Modulare Schule, eine Mischung von Homeschooling und Schülerheim. Kinder kommen einmal im Monat für eine Schulwoche und Unterricht im Klassenverband zusammen. Die restlichen drei Wochen arbeiten sie bei ihren Familien im Stil der Fernschule weiter. 

Es gibt viele Möglichkeiten, den Lehrberuf in der Mission einzubringen. Es werden immer wieder dringend Lehrkräfte gesucht – ob an einer deutschen, internationalen oder der Modularen Schule. Auch braucht es immer wieder Mitarbeitende für die Schülerwohnheime. Einzelne Familien sind auf die Unterstützung im Fernschulunterricht angewiesen.  

Es ist spannend, Gott als Lehrer zu dienen und unser Motto umzusetzen: „Loving and discipling the kids of those loving and discipling Asia“ (Die Kinder derer lieben und lehren, die Asiaten lieben und lehren).

Manfred, vom Pastor zum Manager 

Meine Arbeit als Jugendpastor machte mir Spaß. Deshalb dachte ich eigentlich nie an Weltmission. Doch als ich bei einer Taiwanreise mit Missionaren redete, wurde Mission plötzlich aktuell. Meine Berufung bestätigte sich rasch.  

Jetzt arbeite ich schon seit über 20 Jahren als Missionar in Thailand. Meine Aufgaben haben sich ganz anders entwickelt, als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte: Ich startete mit „klassischem Gemeindebau“. Dann wurden meine Frau und ich Hauseltern für Missionarskinder. Heute bin ich Projekt- und Finanzmanager.  

Diese administrativen Aufgaben sind zentral für die Arbeit von OMF. Gerade im Bereich Finanzmanagement braucht es Missionare, die bereit sind, sich hier für längere Zeit im Reich Gottes zu investieren. Durch meine Tätigkeit unterstütze ich, ein ehemaliger Jugendpastor, hunderte von Missionaren, damit sie vor Ort missionarisch arbeiten können. 

Dadurch kann ich am Ende zwar keine spannenden „Missionsgeschichten“ erzählen. – Mein Alltag ist wenig aufregender als eine Bürotätigkeit in Deutschland. – Aber mich motiviert zu sehen, wie Gott meine ganz normalen Gaben und Fähigkeiten nutzt, um in ganz Asien Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. 

Und meine ursprüngliche theologische Ausbildung als Pastor kann ich ehrenamtlich in der Thai-Deutschen-Gemeinde in Chiang Mai einbringen. 

Petra, Beruf „Ehefrau“ 

Martin war im gehobenen Management eines mittelständischen Unternehmens tätig. Als ihn die Firma anfragte, eine Aufgabe in Japan zu übernehmen, nahm er das Angebot an und zog mit seiner Frau Petra nach Tokio. 

Während er lange Arbeitstage in der Firma verbrachte, nahm Petra Kontakt zu OMF-Missionaren auf. Sie nahm an Team- und Gebetstreffen teil und konnte so die japanische Kultur immer besser verstehen. 

Petra lernte Japanerinnen kennen, die etwas Deutsch sprachen. Wenn eine von ihnen mehr über Jesus wissen wollte, lasen sie gemeinsam in der Bibel. Dabei standen ihr die Missionare mit Rat und Tat zur Seite und halfen ihr, passendes Material auf Japanisch zu finden. 

Die Zusammenarbeit mit diesen erfahrenen OMF-Langzeitmitarbeitern war der Schlüssel für Petras effektiven, missionarischen Lebensstil. Sie trug durch Zeiten der Entmutigung. Die Gute Nachricht zog Kreise.  

So gebraucht Gott partnerschaftliche Ergänzung – ob durch Langzeitmissionare oder durch Menschen, die auf „unkonventionelle“ Weise in Ostasien gelandet sind.  

Du, als Fachkraft in der Mission? 

Beruft Gott dich, mit deinem Job ins Ausland zu gehen? Möchtest du ihm und den vielen unerreichten Ostasiaten mit deinen Fähigkeiten dienen? 

Fachkräfte mit besonderen beruflichen Qualifikationen sind in Asien sehr gefragt. Viele Nationen sind hungrig nach Bildung, Wissen, Technik und Entwicklung. Fachleute sind willkommen, auch wenn sie Christen sind. 

Über 80% der Menschen in Ost- und Südostasien leben in Ländern, in denen herkömmliche Mission nicht erlaubt ist. Als Fachkraft ist es dennoch möglich, eine Aufenthaltserlaubnis in einem „geschlossenen Land“ zu bekommen.

Politische Barrieren bedeuten nämlich nicht, dass die Liebe Gottes nicht von Mensch zu Mensch weitergegeben werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass es keine „geschlossenen Länder“ gibt. Manchmal scheinen Grenzen geschlossen – die Herzen der Menschen aber sind weit offen. 

Die Arbeit im Alltag einer Fachkraft in Asien unterscheidet sich nicht maßgeblich vom Alltag in Deutschland. Der Schritt, Gott in einem beruflichen Kontext in Ostasien zu dienen, kann aber Stillstand oder sogar Abstieg in der beruflichen Karriere bedeuten. Trotzdem: Was hält dich davon ab, diesen Schritt zu gehen? 

Interessiert? Schreibe uns einfach eine Nachricht. Hast du Freunde oder Verwandte, die du dir mit ihrem Beruf in der Mission gut vorstellen könntest? Bete für sie, spreche mit ihnen darüber oder teile einfach diesen Artikel mit ihnen.

Diesen Beitrag teilen

Fragen? Schick uns eine E-Mail.

Um dir besser helfen zu können, fülle bitte alle erforderlichen Felder aus.
Deine Anfrage wird dann an das zuständige OMF-Team weitergeleitet.

Kontaktformular (#7)

Indem du auf "Absenden" klickst, erklärst du dich damit einverstanden, dass wir deine Daten in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung verarbeiten dürfen.

Sie befinden sich auf der Website der OMF Deutschland.
Wir verfügen über ein Netz von Zentren in der ganzen Welt.
Wenn Ihr Land/Region nicht aufgeführt ist, wählen Sie bitte unsere Internationale Website.