„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Ps. 32,8

Während unseres Sprachstudiums in Phnom Penh beteiligten wir uns an einer Gemeindegründung unter den Ärmsten der Armen in einem der berüchtigtsten Slums der Stadt. Die Pfahlbauten waren direkt über einem offenen Abwasserkanal gebaut. Es stank, es war ständig heiß, dreckig und nass.

Kaum eine Familie war nicht durch Drogen, Prostitution und Gewalt zerbrochen. Diese Atmosphäre entmutigte mich jungen und hoch motivierten Missionar schnell. Zweifel begannen an mir zu nagen. Konnten wir hier wirklich etwas bewegen?

Lerne auf das zu sehen, was Jesus tut und lass dich nicht von deinen Augen leiten.“ Dieser Rat meines Schweizer Kollegen eröffnete eine neue Perspektive! Ich durfte erleben, wie kleine Dinge Großes bewegten – ein Lächeln, tröstende Worte, ein Gebet konnten sogar Gangster ins Nachdenken bringen. Jugendliche schöpften im Jugendkreis neue Hoffnung. Ehepaare lernten im sonntäglichen Gottesdienst Vergebung.

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Oam 6 Kamb S. 2 zusätzliches Foto Hohmann

Ja, Jesus kann hier etwas bewegen!

Mit diesen Eindrücken sind wir zu unserem nächsten Dienstabschnitt aufgebrochen, in den vom Evangelium noch wenig erreichten Nordwesten des Landes. In zwei Dörfern hat unser Team vor gut einem Jahr begonnen, Gemeinden zu gründen.

Neben einem neuen Dialekt lernen wir nun, uns hier von seinen Augen leiten zu lassen. Der traditionelle Volksbuddhismus, enge Familienbande und eine schwer zu verstehende Dorf-Kultur drohen auch hier wieder unsere Sicht zu behindern.

Doch nun sind wir um die Erfahrung reicher, dass Jesus wirklich etwas bewegen kann! Mit dieser Hoffnung machen wir am neuen Ort weiter. Mit einem Lächeln, tröstenden Worten und Gebet und warten wir sehnsüchtig auf den Tag, an dem sich etwas bewegt!

Raphael und Cindy Hohmann

Familie Hohmann hat einen Blog, auf dem sie immer wieder Neuigkeiten postet.

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