Glaube hinter verschlossenen Türen

Frau Mara lebt in einem muslimischen Dorf in Südostasien. Sie gehört zu der ärmeren Bevölkerungsschicht, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Seit einiger Zeit treibt sie eine große Not um. Ihr Mann ist nächtelang außer Haus, um sich mit einer traditionellen muslimischen Gruppe des Sufismus zu treffen. Da in dieser Gruppe Armut als etwas Gott gefälliges gesehen wird, gibt er einen großen Teil seines durch Gelegenheitsjobs hart verdienten Geldes an den Leiter der Gruppe ab.

In ihrer finanziellen Verzweiflung schließt sich Frau Mara einem Nähprojekt an, das von einer Hilfsorganisation angeboten wird. Täglich arbeitet sie mit einer Kollegin zusammen, die wie sie einen muslimischen Hintergrund hat. Eines Tages offenbart die Kollegin, dass sie vor einigen Monaten Jesus Christus in ihr Leben aufgenommen hat. Die beiden Frauen beten zusammen und so kommt es, dass sich auch Frau Mara für ein Leben mit Jesus öffnet. Nicht lange danach lassen sich beide Frauen an einem Wochenendseminar taufen.

Jede Woche lesen die Beiden während der Mittagspause hinter verschlossenen Türen mit einer Mitarbeiterin in der Bibel. In dieser Gruppe fühlt sich Frau Mara sicher. Sie ermutigt auch andere Frauen, die dem Projekt nahe stehen, sich dem Bibellesen anzuschließen.

In ihrer eigenen Großfamilie ist sie still, weil ihre Schwestern tief in der Kultur und Religion des Islam verwurzelt sind. Ihre Ängste bestätigen sich, als der Ehemann einer Kollegin eine Bibel findet und verbrennt. Jeglicher Kontakt zu den Frauen des Projektes wird sofort verboten.

Trotz dieser Einschüchterungen hofft Frau Mara, dass sie durch ihr Leben ein Zeugnis für ihre Familie sein kann, damit diese wie sie Jesus, den Retter und Erlöser, findet.

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