Kinder mit großer Schuld – Familien in Kambodscha

Traditionelle Familienwerte stehen bei einem Großteil der Kambodschaner hoch im Kurs. Für die meisten ist es selbstverständlich, viele Kinder zu haben. Wem dieses Glück nicht beschert ist, dem kann es passieren, dass er als „arm“ bemitleidet wird.

In vielen Haushalten leben mehrere Generationen zusammen. Die kulturelle und religiöse Erziehung der Kinder wird zum Teil von den Großeltern mitgestaltet. Die Familie hält zusammen. Innerhalb der Sippe hilft man sich gegenseitig aus. Respekt vor dem Alter prägt das Miteinander.

Wie tief der Respekt vor den Eltern gesellschaftlich verankert ist, verdeutlicht ein kambodschanisches Sprichwort: „Die moralische Verpflichtung gegenüber deinen Eltern ist größer als der Berg Meru.“ Der Berg Meru stellt in der hinduistischen Mythologie das Zentrum des Universums dar.

Dies Sprichwort beleuchtet die Schattenseiten einer Gesellschaft, die ohne Kenntnis des Schöpfers und ohne die Gnade des Evangeliums lebt.

Jedes Kind wird mit einer unendlich großen Schuld gegenüber den Eltern geboren. Diese muss es das ganze Leben lang und sogar über den Tod der Eltern hinaus abarbeiten. Im Alltag muss es für die Eltern sorgen, egal, ob es dazu die Mittel hat oder nicht. Verstorbenen Ahnen muss täglich zuhause, während des jährlichen Totenfestes auch im Tempel, geopfert werden.

Dies macht es für einheimische Christen schwer, Jesus treu und mutig nachzufolgen. Es ist nicht einfach, neue Wege zu gehen, indem man das Gute der Kultur bewahrt und neu interpretiert.

Als schwäbische Familie mit vier Kindern sind wir trotz unserer Unterschiede ganz in das Leben und die Traditionen der Kambodschaner hineingenommen. Unsere Präsenz im Dorf und jahrelange Beziehungen zu einzelnen Familien haben Vertrauen wachsen lassen. Wir nehmen Anteil bei Geburt, Hochzeit, Krankheit und Tod. Dadurch eröffnen sich viele Möglichkeiten, um von Gottes Gnade in Jesus Christus und der Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod zu sprechen.

Auch wir sind als Familie auf Gottes Hilfe angewiesen. Wir hoffen, dass unser Familienleben authentisch von Gottes Gnade zeugt. Wir beten, dass wir dadurch einigen Khmer Anstöße zum Glauben geben können.

Raphael und Cindy Hohmann leben mit ihren vier Kindern in Siem Reap und sind in der Dorfevangelisation tätig.

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5x5x5-Gebet für Kambodscha
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Damit Kambodschaner Jesus finden. Beten Sie fünf Minuten am Tag, fünf Tage lang, für fünf strategische Bereiche. Auch in der App “Deutschland betet”.

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OMF Kambodscha News & Stories

Kambodscha Infografik

In dieser Infographik lernen Sie wichtige Aspekte von Kambodscha kennen: Geographie, Gesellschaft, Gemeinde. Dadurch verstehen Sie den Kontext besser, in dem OMF-Missionare in Kambodscha leben und arbeiten.

Kambodscha: Plädoyer für geistliche Entwicklungshilfe

Im armen Kambodscha begegnen wir täglich vielen Nöten. Das erzeugt Spannung: Natürlich möchten wir so schnell wie möglich helfen. Doch wenn unsere gut gemeinte Hilfe das Leben der Menschen nicht wirklich verändert, sind wir frustriert.

Seelsorge: Kambodschas verborgenen Schmerz behandeln

Psychische Störungen sind ein weltweites Problem, besonders aber in Kambodscha, einem Land mit einer tragischen Geschichte.

Gebet für die Menschen Kambodschas mit den 5x5x5-Gebetsanliegen

OMF lädt Sie ein, für die Menschen Kambodschas zu beten: nur fünf Minuten am Tag, fünf Tage lang, für fünf strategische Anliegen. Ihre Gebete werden auf wunderbare Art und Weise Türen aufschließen, Gläubige ermutigen und Lob zur Ehre Gottes hervorbringen.

„Ich werde niemals Christ!“ Geschichte eines kambodschanischen Pastors

Pastor Vachana wuchs in Neak Leoung auf, einer kleinen Stadt am Mekong Fluss, etwa 65km süd-östlich von Phnom Penh. Im Jahr 2001 zog ein Team von OMF Missionaren in diese Stadt. Sie boten unter anderem Musikunterricht an, wodurch Vachana sich der Gemeinde widerwillig anschloss. Mit Christen wollte er nichts zu tun haben…

Der lebendige Gott im buddhistischen Tempel

Es klingt an, als wären wir in einer Bibelschule, wo Studenten gemeinsam einen Bibelvers auswendig lernen, doch wir befinden uns in einem Krankenhaus. Die Angestellten rezitieren den Vers: „Nahet Euch zu Gott, so naht er sich zu Euch!“ (Jakobus 4,8).

Reisanbau und Nachfolge Jesu – Ein Vergleich

Wenn in Kambodscha die Regenzeit beginnt, werden die Reisbauern aktiv. Sie mobilisieren ihre ganze Familie, um junge Setzlinge zu pflanzen. Eine OMF-Missionarin macht sich beim Reis anpflanzen Gedanken über Gott und die Welt – und Nachfolge.

Als Mediziner in Kambodscha: Not lindern

Nur schätzungsweise zwei Prozent der kambodschanischen Ärzte überlebten die Pol-Pot-Ära von 1975-1979, wodurch die so dringend benötigte Gesundheitsversorgung nach dem Genozid fast zum Erliegen kam [1]. Selbst heute, über 40 Jahre später, gibt es in Kambodscha nur fünf Hochschulen, die Ärzte ausbilden, um die 16 Millionen Kambodschaner medizinisch zu versorgen. Die Reichen und Mächtigen lassen sich […]

Zweimal nach Kambodscha berufen

Mae betrat im Jahr 1995 zum ersten Mal kambodschanischen Boden. Nach dem Sprachstudium unterrichtete sie Englisch an lokalen Schulen. Gleichzeitig half sie bei der Gemeindegründung in Kratie und Snoul. Nach einer längeren Unterbrechung arbeitet sie heute wieder im Land ihrer Berufung.

„Mission Kampuchea 2021“ – Kambodscha für Jesus erreichen

Vor über zehn Jahren begann in Kambodscha eine von Einheimischen geleitete Gebetsbewegung. Die Bewegung trägt den Namen „Mission Kampuchea 2021“ kurz: MK 2021.

Ausdauer gefragt: Gemeindebau im ländlichen Kambodscha

Im Jahr 2002 besuchte ein deutscher Missionar mit einigen Khmer-Gläubigen aus der Provinzhauptstadt Kratie den Snoul-Distrikt. In der Folge gründete OMF ein Gemeindegründungs-Team, das bis heute besteht.

Bewahrung im Straßenverkehr Kambodschas

Um sich in Siem Reap, Kambodscha, fortzubewegen, hat sich OMF-Missionarin Margret Heckert ein kleines rotes Auto zugelegt. Seitdem verbringt sie viel Zeit in der Autowerkstatt. Tauchen Sie ein in kambodschanisches Verkehrschaos.

Kambodscha: Hauskreis bei Kettensägenlärm

Der unvollendete Auftrag vollzieht sich in verschiedenen Phasen. Die Arbeit von Raphael und Cindy Hohmann bewegt sich zwischen Phase drei („Befreunden”) und vier („Weitersagen“).

Neue medizinische Möglichkeiten für OMF in Kambodscha

OMF Mitarbeiter in Kambodscha beten schon lange um eine offene Tür zur staatlichen medizinischen Hochschule in Phnom Penh. Missionsärzte könnten dort zukünftige Ärzte unterrichten. Dies würde das medizinische Niveau Kambodschas heben. Außerdem könnten Studenten und Professoren mit dem Evangelium bekannt gemacht werden.

Kambodscha: Schritt für Schritt zur Gemeinde

Ein abgelegenes Dorf in Kambodscha. Ein motiviertes Team von OMF-Missionaren. Eine Vision. Das Evangelium erreicht Menschen.

Kambodscha: Der alte Schreiner

Ein kleines Dorf in Siem Reap in Kambodscha. Nicht weit entfernt stehen die berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat. Raphael Hohmann trifft Opa Broch.

Freude und Leid in Kambodscha

Dorothea Guglielmetti ist Krankenschwester im Mercy Medical Center in Phnom Penh, Kambodscha. Ihr Mann Andrés ist Arzt. Im Alltag geht es Auf und Ab.

Weihnachten in Kambodscha

„Wer hat schon von Weihnachten gehört?“, fragten OMF-Mitarbeiter Raphael und Cindy Hohmann in einem Dorf in Kambodscha. Eine einzige Person meldete sich.

Pchum Ben: Rückkehr der Geister

Im Oktober ist ganz Kambodscha auf den Beinen. Grund ist Pchum Ben, eines der wichtigsten buddhistischen Feste. Hungrige Geister kehren 15 Tage lang von der Hölle auf die Erde zurück. Raphael Hohmann von OMF International fasst zusammen, worum es geht.

Ostern in Kambodscha

Ostern in Asien. Dieses Fest ist mit Buddhismus und Animismus unvereinbar. Margret Heckert von OMF Deutschland hätte Ostern deshalb fast vergessen.

Ein besonderes Krankenhaus in Kambodscha

Das Mercy Medical Center (MMC) Cambodia ist ein kleines, christliches Krankenhaus in Phnom Penh. Dort werden vor allem arme Menschen behandelt, die sich keine reguläre ärztliche Hilfe leisten können.

Leben in Kambodscha

Als Gott mich im März 2011 als Missionsärztin in ein christliches Krankenhaus in Phnom Penh sandte, kannte ich Kambodscha nur aus Büchern und von Erzählungen. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie es sein würde, in einem buddhistischen Nachkriegsland zu leben.

„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Ps. 32,8

Während unseres Sprachstudiums in Phnom Penh beteiligten wir uns an einer Gemeindegründung unter den Ärmsten der Armen in einem der berüchtigtsten Slums der Stadt. Die Pfahlbauten waren direkt über einem offenen Abwasserkanal gebaut. Es stank, es war ständig heiß, dreckig und nass.

Kambodscha: Ungeplante Veränderungen

Raphael und Cindy Hohmann leben mit ihren drei Söhnen seit 2013 in Kambodscha. Nach knapp zwei Jahren Sprachstudium zogen sie von der Stadt aufs Land. Zusammen mit Familie Narita (USA) und Familie Porter (Australien) wollten sie in zwei Dörfern Gemeinde bauen. Da bricht plötzlich eine Veränderung nach der anderen über sie herein…

Widerstände: Kurz berichtet

Widerstand im Alltag. Wie erleben unsere Mitarbeitenden Probleme, Gegenwind und Schwierigkeiten? Wie gehen sie damit um? Lesen Sie ehrliche Nahaufnahmen.

Wahrheit, Liebe oder Respekt – welche Werte zählen?

In einer Schamkultur wird der Wert einer Person durch Geburt, Rang oder gesellschaftliche Stellung bestimmt. Ihr wird bleibender Respekt entgegengebracht, unabhängig vom persönlichen Verhalten. Kommt ein Missionar aus einer Schuldkultur, bewertet er den Status eines Menschen nach dessen Leistung. Mit kritischem Blick wird der Andere beäugt und beurteilt. Können Sie sich vorstellen welche Spannungen sich […]

Berufung in Raten

Als die Ärztin Inge Mathes erstmals mit dem Thema Weltmission in Berührung kam, war sie bereit, einen kurzen Einsatz in Asien zu machen. Im Verlauf der Bewerbung dachte sie um und plante einen zweijährigen Einsatz.
Mittlerweile hat sie ihren Dienst um weitere zwei Jahre verlängert.

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