Christliche Studentenarbeit in einem ungewöhnlichen Land

Christliche Studentenarbeit in einem ungewönlichen Land

Auch in Ländern, in denen Mission offiziell nicht erlaubt ist, können sich erstaunlich offene Einsatzmöglichkeiten ergeben. Zum Beispiel in einer lokalen christlichen Studentenorganisation.

Obwohl mein Einsatzland keine Visa für Missionare ausstellt, hat sich für mich eine Möglichkeit ergeben, tiefe Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen und ein Zeuge für Jesus zu sein.

Hier ist es leicht, als Englischlehrer zu arbeiten. Die vielen einheimischen Sprachschulen sind gute Visaplattformen für Ausländer. Für mich hat sich aber eine andere Möglichkeit ergeben. Als einziger Ausländer darf ich im Team einer christlichen Studentenorganisation mitarbeiten.

Im Englischclub Beziehungen aufbauen

Wie sieht mein Alltag aus? Wenn ich neue Leute kennenlerne, lade ich sie in einen Englischclub ein. Dort behandeln wir verschiedene Themen, verzichten aber, bis auf einen passenden Bibelvers, auf religiöse Inhalte.

Christliche Studentenarbeit in OstasienVertiefen sich einzelne Beziehungen, laden wir in studentische Kleingruppen ein. Dort lesen wir miteinander in der Bibel und reden über Glaubensfragen. Momentan bestehen in meiner Stadt fünf solcher Hauskreise mit fünf bis acht Teilnehmern.

Die jungen Leute haben großen Hunger nach Gottes Wort. Sie möchten biblische Inhalte verstehen und anwenden. Deshalb machen wir sie mit dem induktiven Bibelstudium vertraut. Dabei geht es darum, den Text genau zu beobachten und passende W-Fragen zu stellen. Im nächsten Schritt wird die Bedeutung des Textes erarbeitet. Als Letztes überlegt man, wie man das Gelesene auf sein Leben anwenden kann. Diese Vorgehensweise ist sogar für Jugendliche mit christlichem Hintergrund neu.

Kleine Kreise besser als große Gruppen

Als Ausländer darf ich registrierte einheimische Gemeinden besuchen. Ich nehme jedoch nur selten ungläubige Freunde mit. Sie sind dann zwar von der Atmosphäre und dem liebevollen Miteinander beeindruckt, können aber mit den Predigten nur wenig anfangen. Für sie sind die Kleingruppen und Einzelgespräche besser geeignet. Genau darin sehe ich auch meinen Schwerpunkt: Glaubensanfänger in eine tiefere Beziehung mit Jesus zu führen.

Um Freunde anzuregen, über den christlichen Glauben nachzudenken, versende ich niederschwellige christliche Videoclips über Facebook Messenger. Zwar wird das Internet überwacht, aber damit das Evangelium zu den Menschen kommt, gehe ich dieses Risiko ein. Aus Erfahrung weiß ich, dass es meist nur zu Spannungen mit der Regierung kommt, wenn Politik im Spiel ist oder außerhalb der registrierten Gemeinden zu offensiv für den Glauben geworben wird.

Sie sehen: auch unter schwierigen Umständen gibt es Möglichkeiten, von Jesus zu reden, denn viele Menschen sind hungrig nach der Wahrheit. So wie Puc.

Puc kam aus einer buddhistischen Familie und war sehr karriereorientiert. Zwei Jahre lang besuchte er eine Englischgruppe und stellte viele Fragen. Als er sich eines Tages für Jesus öffnete, erfuhr sein Leben eine totale Wendung. Heute lebt er als Christ an seinem Arbeitsplatz und ist ein Zeugnis für Jesus.

Alles über einen Einsatz als Fachkraft

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Beten im Angesicht der Corona-Krise (COVID-19)

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Als Theologe in so einem Land?!

Ich arbeite als Theologe in einem Land, in dem missionarische Aktivitäten untersagt sind. Da Christen hier jedoch eine zahlenmäßig bedeutende Minderheit sind, darf ich an einer theologischen Hochschule unterrichten.

Beten für angehende Missionare (555-Gebet)

Wir laden Sie ein, für Menschen zu beten, die sich auf einen Langzeiteinsatz in der Mission vorbereiten, nur fünf Minuten am Tag, fünf Tage lang, für fünf strategische Bereiche. Ihre Gebete verändern schwierige Situationen und geben Gott die Ehre.

Ressourcen

Offene Türen für Fachkräfte (PDF-Ausgabe)
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Lesen Sie die PDF-Ausgabe des Ostasiens Millionen.

Herausforderungen auf dem Weg in die Mission
Herausforderungen auf dem Weg in die Mission

So können Sie für angehende Missionare beten.

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