Erfolg ja, Frieden nein. Eine Chinesin in Deutschland

In Deutschland leben etwa 35.000 chinesische Studierende. Viele haben Interesse am christlichen Glauben. Das bestätigt ein Verantwortlicher einer chinesische Gemeinde im Ruhrgebiet. „Viele Chinesen kommen zum Glauben“, berichtet er. „Jede Bekehrung ist etwas Besonderes, aber manche Erlebnisse berühren uns besonders.“ Er erzählt die Geschichte einer chinesischen Studentin.

Mian stammt aus einer wohlhabenden Familie. Ihre Großeltern sind einflussreich und politisch gut vernetzt. Äußerlich fehlt ihr nichts. Ihre inneren Wunden sieht niemand auf den ersten Blick.

Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Familientreffen sind ihr ein Graus. Wenn die Verwandtschaft zusammenkommt, fliegen die Fetzen. Man streitet und schmäht sich gegenseitig. Die gegenseitigen Vorhaltungen sind so scharf, dass ihre Mutter sich mehrmals das Leben nehmen wollte.

Als Studentin kommt Mian nach Deutschland. Eines Tages lädt eine Freundin sie in eine chinesische Gemeinde ein. Die Atmosphäre dort berührt Mian. Sie spürt eine tiefe Liebe, etwas, das sie zu Hause nie erfahren hat. Vieles von dem, was gepredigt wird, ist neu für sie. Sie staunt darüber, wie Gott sich Familie und Beziehungen vorstellt. Je mehr sie hört, desto stärker möchte sie diesem Gott gehören.

Eines Tages lädt sie Jesus in ihr Leben ein und eine Verwandlung beginnt. Viele, die Mian von Anfang an kannten, staunen über die Veränderung. „Jesus heilte ihr Inneres und brachte ihre Vergangenheit in Ordnung“, erinnert sich der Leiter. Einige Zeit später lässt sie sich taufen.

Mian behält ihren Glauben nicht für sich. Häufig bringt sie Freunde mit in die Gemeinde. Auch ihrer Familie in China erzählt sie von Jesus. Über Skype spricht sie stundenlang mit ihren Verwandten darüber, was sie erlebt hat. Einige haben sich schon für Jesus entschieden, darunter auch ihre Mutter.

„Mian hatte alles, wonach viele sich sehnen: Geld und Einfluss“, stellt der Leiter fest. „Aber sie hatte keinen inneren Frieden und keine Hoffnung auf ein ewiges Leben“. Die Gute Nachricht von Jesus Christus macht einen Unterschied, egal, was vorher war.

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