Ein Leben zwischen den Kulturen  

Was bedeutet es für die Entwicklung von Kindern, wenn Familien im Ausland leben? Lehrerin und Missionarin Eva Göttmann erklärt, was ein „TCK“ ist und welche Schuloptionen OMF-Missionaren zur Verfügung stehen.

Kennzeichen von Third Culture Kids (TCK)

Bei TCKs (Third Culture Kid – Drittkultur-Kind) muss man genau hinsehen, um zu erkennen, wer sie sind. Der erste Blick kann täuschen. Wer westlich aussieht und Deutsch spricht, kann doch im Herzen eine ganz andere Sprache sprechen.

TCKs werden neben der Heimatkultur der Eltern stark von der Kultur geprägt, in der sie aufwachsen. Aus der einzigartigen Mischung zwischen Heimat- und Gastkultur entsteht die sogenannte Drittkultur.Haus BEnaja 1

Ein TCK zu sein, bringt viele Chancen mit sich: Mehrsprachigkeit und erweiterte Weltsicht gehören dazu. Doch auch Herausforderungen bleiben nicht aus. „Wo kommst du her?“, ist eine Frage, die aufgrund fehlender, fester Verwurzelung schwer zu beantworten ist.

Schulausbildung für Third Culture Kids (TCK)

Für Familien stellt sich früher oder später die Frage nach der Schulausbildung ihrer TCKs. Welche Optionen gibt es für Missionarsfamilien von heute?

In einigen größeren Städten ist es möglich, eine deutsche Schule zu besuchen. Ist dies nicht der Fall, müssen Alternativen her.

Manche TCKs gehen auf einheimische, andere auf englischsprachige Schulen. In beiden Fällen wird Deutsch zuhause im Fernschulunterricht ergänzt.

Manche Familie entscheidet sich dafür, im Fernschulunterricht alle Fächer mit der Fernschule abzudecken. Dabei können Lernhelfer eine große Hilfe sein.

Schließlich gibt es die Option, Kinder im Schülerwohnheim unterzubringen. Dort leben die TCKs während der Schulzeit, die Ferienzeiten verbringen sie bei den Eltern.

Welche Lösung ist die beste? Es gibt keine Pauschalantwort. Jede Familie muss für jedes ihrer TCKs betend prüfen, welche die beste Wahl zu gegebenem Zeitpunkt ist.

Im Vertrauen auf Gott, der die Familie in die Mission geführt hat, dürfen sie auch die Wahl der Schulausbildung ihrer Kinder in Seine Hände legen.

Eva-Maria Göttmann

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