Echter Friede

OAM5-1 Ahnenaltar Kerstin Kopie x480

Der Ahnenaltar nimmt in taiwanesischen Häusern einen prominenten Platz ein

“Wenn ich Christ werde, was soll ich dann mit meinem Ahnenaltar machen?” Ming-Yuan kam mit seiner Frau Li-Ping erst seit vier Monaten zu den Treffen der Hausgemeinde, als er diese Frage stellte.

Wie die meisten Taiwanesen war auch Ming-Yuan mit der chinesischen Volksreligion von Götter- und Ahnenverehrung aufgewachsen. Er ging oft in den Tempel. Zu Hause hatte er im Wohnzimmer einen großen Ahnenaltar. Dort opferte er den Geistern seiner Ahnen täglich Weihrauch, Speisen und Geistergeld.

Jetzt, mit 60 Jahren, war Ming-Yuan fasziniert von der Bibel. Als Familie erlebten sie, wie Gott Gebete erhörte und wie sich ihr Leben veränderte.

Wir zeigten Ming-Yuan, was die Bibel über fremde Götter sagt, und ermutigten ihn, Gott alles anzuvertrauen, auch die Sorge um die Geister der Verstorbenen. Ming-Yuan verstand langsam, dass Christ werden auch bedeutet, alle Ahnen- und Götterverehrung aufzugeben.

OAM5-2 Altes Ehepaar

Als Ehepaar gemeinsam mit Jesus unterwegs – eine Seltenheit

Mit zunehmendem Glauben wuchs in Ming-Yuan der Entschluss, mit der Ahnenverehrung aufzuhören und sich taufen zu lassen. Li-Ping jedoch war sehr besorgt über die Reaktion der Familienangehörigen, wenn sie sich vom Ahnenaltar trennen würden. Als der ältere Bruder von Ming-Yuan den Altar aber nicht übernehmen wollte, fühlten sie sich frei, ihn zu entsorgen.

Li-Ping und Ming-Yuan ließen sich taufen. Mitglieder der Hausgemeinde halfen der Familie, den Ahnenaltar abzubauen. In jener Nacht zog echter Friede in Ming-Yuans Herz ein.

Eine Tafel mit Psalm 23 in schöner Kalligrafie hängt nun da, wo vorher der Altar stand.

Randy und Janet Adams, Taiwan

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