Durchbruch in Wanhua

In Wanhua, dem sozialen Brennpunkt Taipeis, möchte man lieber nicht wohnen. Das Leben dort ist gefährlich und der Alltag von Gewalt geprägt. Kinder werden vernachlässigt.

Genau in diese Gegend bringen ÜMG-Mitarbeiter seit vielen Jahren Jesu Liebe. Dies tun sie nicht alleine, sondern in Partnerschaft mit taiwanesischen Christen. Veronika Rieben ist Schweizerin und beschreibt das Auf und Ab im Miteinander.

An einem heißen Samstagnachmittag eröffnete mir unsere taiwanesische Leiterin Liliane aus heiterem Himmel, dass sie nicht mehr mit der ÜMG zusammenarbeiten wolle. Unsere Teamarbeit sei ab sofort beendet. Geschockt und niedergeschmettert radelte ich nach Hause.

Erst vor einem Jahr hatten wir mit einem kleinen Team mit einer Arbeit in Wanhua, dem anrüchigsten Stadtteil Taipeis, begonnen.

Dabei hatte ich viel von Liliane gelernt, vor allem, was den Umgang mit randständigen Familien betraf.

Wie sollte es nun ohne sie weitergehen? Wir beteten, recherchierten, besuchten fast alle Pastoren in Wanhua und klopften bei Schulleitern und Sozialarbeitern an.

Art 1 Jugendgruppe kleiner

Gott öffnete uns als ÜMG neue Türen. Es ergaben sich Möglichkeiten in Schulen, Parks, in Sozialwohnblöcken und Beziehungen zu neuen Familien. Wir konnten viel säen und freuten uns über jeden, der sich für Jesus entschied. Doch es gelang nur schlecht, die jungen Christen in bestehende Gemeinden zu integrieren

Art 5 Veronika Rieben und Tom

Durch die Führung und Gnade Gottes können wir seit Sommer 2013 mit der „Brot des Lebens-Gemeinde“ zusammenarbeiten. Dadurch werden neue Ressourcen freigesetzt.

Mehr Leute beten, helfen oder unterstützen den Dienst.

Die Hauptaufgabe der ÜMG ist die Unterstützung von Pastor Wen, dem Leiter der neu gegründeten Gemeinde. Im Moment geschieht das vor allem in der Kinder-, Jugend- und Frauenarbeit, aber auch im Begleiten von Einzelnen.

Im Wohnviertel sind noch keine sichtbaren Veränderungen zu sehen, doch in Familien und einzelnen Menschenherzen hat Gott Einzug gehalten. Neues Leben und neue Hoffnung ist sichtbar und wächst.

Auch wenn Satan versuchte, die Arbeit zu zerstören, schenkte Gott einen Neuanfang. Mögen dies auch viele unserer Freunde in Wanhua erleben.

Veronika Rieben, ÜMG Schweiz

Start typing and press Enter to search