Ein besonderes Krankenhaus in Kambodscha

Das Mercy Medical Center (MMC) Cambodia ist ein kleines, christliches Krankenhaus in Phnom Penh. Dort werden vor allem arme Menschen behandelt, die sich keine reguläre ärztliche Hilfe leisten können.

OMF Mitarbeiter als Mediziner in Kambodscha

Andrés ist im Leitungsteam und für die chirurgische Abteilung verantwortlich. Dorothea ist Krankenschwester und als Mentorin auf der Station tätig. Von OMF haben wir außerdem Dr. Inge Mathes als Anästhesistin, Dr. Paul und Dr. Grace Wong (Hongkong) sowie Mary Haag (USA) als Seelsorgerin.

MMC ist eine ganz besondere Klinik, denn wir messen unseren „Erfolg“ nicht nur an der Zahl der Patientenbehandlungen, sondern auch daran, wie viele Menschen das Evangelium hören und annehmen! Unsere Schwerpunkte beschreiben wir mit vier englischen P’s:

Proclaim (verkündigen) –  Provide (behandeln) – Prepare (ausbilden) –  Partner (zusammenarbeiten)

Neben Verkündigung und medizinischer Behandlung bilden wir auch unsere kambodschanischen Mitarbeiter aus. Dazu gehören Ärzte, Pflegepersonal und Angestellte in Labor, Apotheke und Verwaltung genauso wie Sicherheits- und Reinigungskräfte.

OAM 6 Kamb S. 3 MMC Foto in Wartesaal

Ein Blick in den Wartesaal, in dem gerade ein Mitarbeiter von Jesus erzählt.

Medizin in Kambodscha: Sorge für Leib, Seele und Geist

Mit Singen, Erlebnisberichten oder dem Jesus-Film gibt ein Team aus einheimischen, christlichen Mitarbeitern regelmäßig das Evangelium im Wartezimmer weiter.

Auch das geistliche Leben unserer Angestellten ist uns wichtig. Das Team organisiert für sie Andachten, Kleingruppen und gemeinsame Essen. Vor buddhistischen Feiertagen ermutigen und beten wir für einander, denn diese Feste sind für junge Christen eine große Anfechtung.

Wir verstehen uns als eine Familie in Christus trotz oder gerade weil wir aus verschiedenen Ländern und Gemeinden kommen. Indem wir miteinander arbeiten und Kranken dienen, leben wir gemeinsam Gottes Gebot aus, IHN und unseren Nächsten von ganzem Herzen zu lieben.

Patientenzimmer im christlichen Krankenhaus Phnom Penh, KambodschaMom, eine junge Mutter mit vier kleinen Kindern, war schwerkrank. Ein Medizinmann hatte sie falsch behandelt. Da empfahlen ihr Christen einer kleinen Hausgemeinde, in unsere Klinik zu kommen. Sie war völlig abgemagert und es sah aus, als wäre sie aidskrank. Deshalb hatten der Ehemann und ihre Mutter sie bereits verlassen.

In der Klinik erlebte sie Jesu Liebe hautnah. Sie bekehrte sich zu Jesus! Ihre Krankheit wurde richtig diagnostiziert und behandelt. Bald ging es ihr besser und sie konnte entlassen werden. 

Da sie kein eigenes Einkommen hatte, erschien sie nicht zur Nachsorge. Ihr Zustand verschlechterte sich wieder. Die Hausgemeinde, in der sie inzwischen fest integriert war, legte fürs Fahrgeld zum MMC zusammen. Hier bekam sie wieder die richtigen Medikamente. Unsere Krankenschwestern kauften für Mom Essen von ihrem eigenen Geld, nahmen sich Zeit und beteten für sie.

Das ermutigte Mom sehr! Wir freuen uns, wie sich das ganze Personal, auch unsere einheimischen Mitarbeiter, für ihre Nächsten einsetzt und ihnen in Liebe und Respekt begegnen.

Dorothea und Andrés Guglielmetti

Andres und Dorothea Guglielmetti als Mediziner in Kambodscha

Dr. Andrés und Dorothea Guglielmetti

Über das Mercy Medical Center

Das Mercy Medical Center (MMC) nimmt nur Patienten auf, die keine andere Möglichkeit zur medizinischen Behandlung haben. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Selbst Leute aus der Mittelschicht haben keine Krankenversicherung. Wer ernstlich krank wird, muss oft sein Haus, die Kuh oder das Auto verkaufen, um den Arzt bezahlen zu können.

Viele unserer Patienten staunen über die Liebe und den Respekt, die sie im MMC erfahren. Sie gehen zurück in ihre Dörfer und erzählen von der Liebe Christi. Einer unserer Patientinnen tat dies, und nun, zwei Jahre später, gibt es sechs Bibelgruppen in oder in der Nähe ihres Dorfes!

Mediziner von verschiedenen Organisationen arbeiten bei MMC. Auch OMF International hat eine Reihe von Ärzten, Krankenpflegern, Psychologen und Seelsorger ans MMC vermittelt.

Einsatzmöglichkeiten für Mediziner mit OMF in Kambodscha finden Sie HIER

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Leben in Kambodscha

Als Gott mich im März 2011 als Missionsärztin in ein christliches Krankenhaus in Phnom Penh sandte, kannte ich Kambodscha nur aus Büchern und von Erzählungen. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie es sein würde, in einem buddhistischen Nachkriegsland zu leben.

„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Ps. 32,8

Während unseres Sprachstudiums in Phnom Penh beteiligten wir uns an einer Gemeindegründung unter den Ärmsten der Armen in einem der berüchtigtsten Slums der Stadt. Die Pfahlbauten waren direkt über einem offenen Abwasserkanal gebaut. Es stank, es war ständig heiß, dreckig und nass.

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