Eine christliche Familie mit OMF als Fachkraft in China. Mission ist nicht erlaubt. Wie also Weihnachten feiern und von Jesus reden, der so wichtig ist?
Es klopfte an der Tür. Dreimal. Wer mochte das sein? Die Polizei? Es war Heilig Abend und wir hatten Bauernfamilien aus den Bergen eingeladen. War das verboten?
Wir lebten als christliche Fachkräfte in einer „creative access nation“, d.h. einem Land, das keine Missionare erlaubt, doch offen ist für Christen, die sich in ihrem Beruf einbringen. In diese Kategorie fallen neun von 17 Ländern, in denen OMF arbeitet.
Wie also von dem reden, was uns so wertvoll ist? Das braucht Phantasie, Kreativität und Liebe. Die Weihnachtszeit eignet sich dafür besonders gut, denn alle Kulturen feiern gerne Feste. „Wie feiert ihr eigentlich Weihnachten?“
Schon an den Adventswochenenden kamen die Klassenkameraden unserer Kinder zum Basteln und Backen, Singen und Spielen. So wuchs die Neugier auf die große Feier. Die war so beliebt, dass wir das Wohnzimmer leerräumen und Tickets ausgeben mussten, damit man sich vor lauter kleinen und großen Gästen überhaupt noch bewegen konnte.
Die Weihnachtsgeschichte wurde gespielt. Die Kinder sangen Stille Nacht für ihre Mütter in Englisch und Chinesisch und verschenkten selbst gebackene Weihnachtsplätzchen. Auf die Frage „Was feiern wir heute?“ kam es wie aus einem Mund: „Jesu Geburtstag.“ Und dann wurde „Happy birthday to you“ angestimmt.
Nein, nicht die Polizei hatte angeklopft, sondern drei neugierige Ärzte. “Kommt rein!“ – „Heute haben wir zum ersten Mal die Bedeutung von Weihnachten gehört,“ verabschiedeten sie sich später.
Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Die restlichen elf Monate gilt Jesu Rat: „Lasst Euer Licht leuchten vor den Menschen, so dass sie eure guten Taten sehen und den Vater im Himmel preisen.“ (Mt. 5,16)
Der Autor arbeitete 15 Jahre als Arzt und medizinischer Lehrer in Ostasien.
3 praktische Tipps
Sie wollen gerne Weihnachten als Chance nutzen, um Asiaten von Jesus zu erzählen? Sie wissen nicht, wie Sie in Kontakt kommen können?
- Wenn Sie gerne einen internationalen Studenten zu sich nach Hause einladen möchten, empfehlen wir Ihnen das Gastfreundschaftsprogramm der SMD (Studentenmission Deutschland)
- Je nach Wohnort können wir Ihnen einen Kontakt vermitteln – schreiben Sie uns!
- Alternativ können Sie sich an den Arbeitskreis Asyl Ihrer Stadt wenden und um Vermittlung eines Kontaktes zu Migranten bitten.