Brücken zu Chinesen bauen – Studientag Ostasien 2018

Christen sollten im Umgang mit Chinesen keine Mauern, sondern Brücken bauen. Dies war das Fazit des Studientages Ostasien am 21. April in Gießen. Die Teilnehmer bekamen Impulse für ihre Arbeit in internationalen Kreisen an Unis und in Gemeinden.

Schamkultur beachten, Reizthemen vermeiden

„Deutsche konfrontieren Chinesen gerne mit Reizthemen, zum Beispiel mit der Menschenrechtslage in Tibet,“ so Jens-Peter Lux von der Chinesischen Leihbücherei in Hannover. Asiaten kämen aus einer Schamkultur. Sie fühlten sich durch brisante Themen schnell in die Enge gedrängt. Um Brücken aufzubauen, solle man lieber Gemeinsamkeiten finden.

Dr. Jens-Peter Lux bei Vortrag am Studientag Ostasien mit OMF in Gießen

Dr. Jens-Peter Lux mit praktischen Tipps zum Brückenbauen

Lux rief dazu auf, mit asiatischen Studenten Leben zu teilen. Man könne auf Reisen Deutschland entdecken oder gemeinsam kochen und essen. Christliche Festen böten Gelegenheit, Chinesen nach Hause einzuladen. „Studierende interessieren sich für den Hintergrund unserer Feste. Das ist ein guter Anknüpfungspunkt, um den christlichen Glauben zu erklären.“ Solche persönlichen Einladungen würden ein Leben lang nicht vergessen.

Praktische Vorschläge, das Leben mit Ostasiaten zu Teilen, finden Sie hier zusammengefasst: Neun Pfeiler für Brücken zu Asiaten

Christ werden ist nicht genug

Der chinesische Pastor Li aus dem Ruhrgebiet unterstrich die Notwendigkeit von Jüngerschaftskursen in internationalen Bibelkreisen. Chinesen, die zum christlichen Glauben gefunden hätten, müsse man helfen, als Nachfolger Jesu zu leben. „Wissen alleine reicht nicht aus. Glaube muss gelebt werden. Dies geht nur in Gemeinschaft mit anderen Christen.“ Ein reifer Christ werde man nicht durch Programme. Wachstum brauche Zeit und Erfahrung.

Internationale Studenten aus Deutschland besonders fest im Glauben

Quankai Li beim Studientag Ostasien von OMF in Gießen

Pastor Li: “Bibelkreise sind nicht genug. Wir brauchen Jüngerschaft!”

Pastor Li zitierte eine Statistik, dass mehr internationale Studenten, die während ihrem Studium in Deutschland Christen geworden sind, nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Anschluss an eine Gemeinde finden als Studenten, die in den USA oder England zum Glauben kamen. Er führte dies darauf zurück, dass ihr Aufenthalt in Deutschland durch das Sprachstudium länger dauere als in englischsprachigen Ländern. Dies ermögliche mehr Zeit für Jüngerschaft.

Li rief die Besucher des Studientages auf, Chinesen von Anfang zu helfen, regelmäßig in der Bibel zu lesen. „Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig. Ohne diese Routine werden sie nach der Rückkehr nach China nicht im Glauben bestehen.“

Globale Migration, auch nach Deutschland

In Deutschland leben 120.000 Chinesen, davon sind 35.000 Studierende. Viele haben Interesse am christlichen Glauben. Um Christen zu helfen, Chinesen zu begegnen und den christlichen Glauben nahezubringen, veranstalten OMF Deutschland und die Hochschul-SMD International den jährlichen Studientag Ostasien, in diesem Jahr mit Unterstützung durch die Chinesische Leihbücherei.

Hilfen für die Begegnungen mit Asiaten

Es gibt tolle Hilfen, zum Beispiel die Broschüren aus der Reihe „Über den Glauben reden“ von OMF und SMD.

Bestellen Sie die Arbeitshilfen im Shop der SMD

Studientag Ostasien: Leckere Snacks

Übrigens: Der nächste Studientag findet am Samstag, 11. Mai 2019 in Gießen statt. Merken Sie sich den Termin schon einmal vor.

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Marco und Nadine Czygan, OMF