Berufung in Raten

Als die Ärztin Inge Mathes erstmals mit dem Thema Weltmission in Berührung kam, war sie bereit, einen kurzen Einsatz in Asien zu machen. Im Verlauf der Bewerbung dachte sie um und plante einen zweijährigen Einsatz. Mittlerweile hat sie ihren Dienst um weitere zwei Jahre verlängert.

Wie hat sie Gottes Willen erkannt? Durch welche Erlebnisse hat er ihr bestätigt, dass sie immer noch am richtigen Platz ist? Was bringt die weitere Zukunft?

Gottes Vaterherz entdecken

Zu Beginn meiner sechsmonatigen Bibelschulzeit wollte ich einfach nur Gott tiefer kennenlernen – und Gott zeigte mir sein Vaterherz für die Verlorenen. Die ÜMG lernte ich während der Unterrichtseinheiten über Missiologie kennen. Ich spürte noch mehr dieses Drängen, den Hoffnungslosen von der Hoffnung in Christus zu erzählen.

Obwohl ich erst zwei Jahre gläubig war und Angst hatte, in einem fremden Land zu leben, siegte doch die Liebe zu Gott. Sie sandte mich nach Kambodscha.

Zunächst dachte ich an drei Monate, aber man erklärte mir, um von Gott zu erzählen, brauche es Beziehungen, also Zeit – mindestens zwei Jahre. Das hörte sich unendlich lange an. Doch das Drängen des Heiligen Geistes war sehr eindeutig.

Ein Jahr später landete ich in Kambodscha. Ich tauchte in eine völlig andere Weltanschauung ein, aber Gott erwies sich als wunderbarer Ratgeber und Friedefürst.

Krisen und Klarheit

Nach etwa einem Jahr bat ich Gott um Weisung für die Zeit danach. Gott nutzte eine Krankheitsphase, um mit mir durch den 2. Thessalonicherbrief zu reden: Er möchte mich für zwei weitere Jahre in Kambodscha haben!

Nicht, weil er ohne mich sein Königreich nicht bauen könnte – das Gegenteil ist der Fall -, sondern weil er das Leben in Kambodscha mit all seinen Höhen und Tiefen dazu benutzen möchte, mich seinem Sohn Jesus Christus ähnlicher zu machen. Dieses Versprechen ist meine Freude und mein Anker.

Was nach dieser Zeit, also nächsten Sommer, sein wird, weiß ich noch nicht. Aber ich habe erlebt und weiß, dass Gott zur rechten Zeit redet.

Inge Mathes

Inge Mathes arbeitet als Anästhesistin am Mercy Medical Center in Phnom Penh, Kambodscha.

In einem Interview mit dem ERF berichtete sie von der Arbeit in dem Entwicklungsland.

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