Als Christ unter Muslimen

Um die Herzen von Menschen zu erreichen, muss man manchmal eigene Gewohnheiten aufgeben. Das galt auch für uns, als wir in eine Gemeinschaft von Muslimen zogen.

Erst im Einsatzland wurde uns richtig bewusst, was es bedeutet, dass Jesus Mensch wurde. Er musste eine bestimmte Sprache und Kultur erlernen. Das motivierte uns, die Sprache und Kultur unserer Volksgruppe auch gut zu lernen. Wir nahmen uns vor: soweit wie möglich wollen wir den Muslimen ein Muslim werden (1. Korinther 9,19-22).

Dazu gehörte auch, bestimmte Gewohnheiten der neuen Kultur zu lernen. Wir verzichteten auf Schweinefleisch. Wir lernten, mit Freunden auf dem Boden zu sitzen, obwohl wir dabei Knochen spürten, von denen wir nicht wussten, dass es sie gibt. Wir achteten auf einen angemessenen Kleidungsstil, trugen keine kurzen Hosen und Röcke und normalerweise lange Ärmel.

Uns wurde auch bewusst, dass unsere westliche Art zu planen, zu arbeiten oder Gottesdienst zu feiern, nicht der einzig richtige Weg ist. Das Evangelium soll und muss keinen westlichen Beigeschmack haben!

Muslime lieben es, über ihren Glauben zu reden. Dies öffnete Türen, davon zu reden, wer Jesus ist und was er uns bedeutet.

Damit unser Glaube auch von unseren muslimischen Freunden in ihrem kulturellen Umfeld verstanden wird, verwenden wir zum Teil religiöse Begriffe, die unseren Freunden aus dem Koran und der arabischen Sprache bekannt sind. Wenn wir von Jesus reden, verwenden wir wie unsere muslimischen Freunde seinen arabischen Namen: Prophet Isa. Wenn wir die Psalmen lesen, öffnen wir das Buch Zabur. Sie sehen, wir müssen keine neuen Begriffe erfinden.

Sich auf die Kultur der anderen einzulassen, kann eine zwar Herausforderung sein, aber auch eine Horizonterweiterung! Aber wir sehen es als Ausdruck unserer Liebe zu den Muslimen und unseres Gehorsams gegenüber Jesus.

Der Autor ist der Redaktion bekannt. Er lebte mit seiner Familie viele Jahre unter Muslimen in Südostasien.

Wertvolle Tipps, wie Sie Muslimen kulturell und gedanklich näher kommen können, finden Sie u.a. in dem Buch “Allah gesucht – Jesus gefunden” von Nabeel Quesheri

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