Studientag Ostasien

Studientag Ostasien am 11. Mai 2019

Meine Brille – Deine Brille. Wie Kultur den Glauben prägt.

Im Westen werden viele Menschen Christen, weil sie glauben, dass Jesus für die Vergebung ihrer Schuld gestorben ist. Für Menschen aus anderen Kulturen sind oft andere Aspekte des Evangeliums wichtig. Sie erleben, dass Gott sie von Scham befreit oder dass er dunkle Mächte besiegt hat.

Wenn man diese drei Perspektiven: Schuld, Scham, Angst genauer betrachtet, kann man überraschend neue Erkenntnisse für den eigenen Glauben gewinnen.

Der Studientag Ostasien soll dir helfen, dich bei Begegnungen mit Menschen anderer, auch nicht-asiatischer, Kulturen und bei Gesprächen über den Glauben auf die unterschiedlichen Kulturen einzustellen.

Literaturtipp: Jayson Georges – “Mit anderen Augen”

Studientag Ostasien: Programm

10 Uhr: Lobpreis, Biblischer Impuls (Hans-Markus Haizmann)

11 Uhr: Einführung: Schuld-, Scham- und Angstkulturen verstehen (Marco Czygan)

11:45 Uhr: Workshops zur Auswahl

1. Beziehungen mit Menschen aus Schamkulturen leben.
2. Die Realität der unsichtbaren Welt in Angstkulturen.
3. Menschen anderer Kulturen zur Jüngerschaft anleiten und auf die Rückkehr vorbereiten.
4. Gott ruft mich in eine andere Kultur – und jetzt?

13 Uhr: Mittagessen
Mittagessen, Infotische und Möglichkeiten zum Gespräch

14 Uhr: Nach-Tisch
Tischgespräche in Interessengruppen. Mit Fachleuten und Praktikern.

14:45 Uhr: Unterschiedlicher Blick auf Gott, Jesus und Erlösung. (Marco Czygan)

15:45 Uhr: Das Evangelium in einer anderen Kultur verständlich weitergeben. Beispiele aus der Praxis. (Marco Czygan und andere)

17:00 Uhr: Ende

Workshops

1) Beziehungen mit Menschen aus Schamkulturen leben

Viele Menschen in Asien, aber auch im Mittleren Osten und in Afrika sind von einer Schamkultur geprägt. Ihr Denken und Verhalten ist oft weniger davon geprägt, was nach geschriebenen Regeln richtig oder falsch ist, sondern davon, was der Gemeinschaft Ehre bringt oder die Harmonie in der Gruppe erhält. Dadurch verstehen Menschen, die vom Westen geprägt sind, oft ihr Verhalten nicht („Warum sagt er denn nicht einfach, dass er morgen keine Zeit hat?“).

In diesem Workshop wollen wir solche Denk- und Verhaltensweise unter die Lupe nehmen (bringt gerne eigene Erfahrungen mit!) und lernen, wie wir Menschen aus Schamkulturen, denen wir zum Beispiel an der Uni begegnen, angemessener begegnen können.

Armin Messer lebte und arbeitete mit seiner Familie 16 Jahre lang in Japan. Dort war er in der Gemeindegründung sowie in der Missionsleitung tätig. Er kennt daher die japanische Kultur sehr gut, auch wenn man als Ausländer nie auslernt und auch nach langer Zeit noch Fehler macht… Seit Juli 2018 lebt Familie Messer wieder in Deutschland. Armin leitet zusammen mit seiner Frau Heike OMF Deutschland.

2) Realität der unsichtbaren Welt in Angstkulturen

Das Leben vieler Menschen aus afrikanischen Ländern, aber auch aus Asien und Südamerika, ist stark von einer Angst vor bösen Mächten geprägt. Diese sind aus ihrer Sicht verantwortlich für Krankheiten und Unfälle. Um sich davor zu schützen, opfern sie Geistern, tragen Amulette oder gehen zum Schamanen.

Uns aus westlich geprägten Kulturen sind diese Denk- und Verhaltensweise oft sehr fremd. Was ist davon zu halten? Wie gehen wir damit um? Was hilft Menschen, von diesen Ängsten frei zu werden? Mit diesen und gerne weiteren mitgebrachten Fragen wollen wir uns in dem Workshop beschäftigen.

Eckehard hat viele Jahre als Arzt mit seiner Familie in Ostasien gelebt. Auf dem Land ist er oft Menschen begegnet, die stark von Ängsten vor geistlichen Mächten geprägt sind. Heute lebt er in Deutschland, sehnt sich oft nach Ostasien zurück und freut sich über bleibende Freundschaften zu Asiaten.

3) Menschen anderer Kulturen zur Jüngerschaft anleiten und auf die Rückkehr in ihre Heimat vorbereiten.

Menschen ausländischer Herkunft entscheiden sich während ihres Auslandsaufenthalts für den christlichen Glauben oder lernen Ausdrucksformen christlichen Glaubens kennen, die sie aus ihrer Heimat nicht kennen – das geschieht immer wieder, und es ist meist eine Freude, diese Christen zu begleiten. Aber wie wird für sie die Rückkehr werden? Wie passt ihr neuer oder veränderter Glaube in ihre alte Umgebung?

Wie können wir sie auf die Rückkehr vorbereiten und ihnen helfen, das, was ihnen in ihrem Glauben persönlich wichtig geworden ist, auch in ihrer Heimat unter veränderten Bedingungen und mit gleichzeitigem Respekt für die Kultur dort zu leben?

Kathi und Mika haben mehrere Jahre im Kaukasus gelebt, dort internationale Studierende begleitet und auf die Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet.

4) Gott ruft mich in eine andere Kultur – und jetzt?

Dich beschäftigt die Frage, ob Gott dich in eine andere Kultur beruft? Dann bekommst Du in diesem Workshop ganz viel Input und kannst Deine Fragen loswerden: Wie weiß ich, ob das Gottes Wille für mich ist (Thema Berufung)? Wie kann ich mich darauf vorbereiten? Kann ich meinen Beruf dafür gebrauchen? Brauche ich eine theologische Ausbildung? Wie sehen die notwendigen Schritte ganz praktisch aus? Wo werden überhaupt Leute gebraucht? Wie kann ich mich in Deutschland an Gottes weltweiter Mission beteiligen?

Bao und Yvonne Pham haben sich selber schon länger mit dieser Frage auseinandergesetzt und bereiten sich darauf vor, im Herbst diesen Jahres nach Thailand auszureisen. Zur Zeit arbeiten sie bei OMF Deutschland und begleiten Kurzzeiter bzw. junge Menschen, denen das Thema weltweite Mission unter den Nägeln brennt.

Tobi Krick hat drei Jahre auf den Philippinen gelebt, unter anderem unter Dorfbewohnern auf der Insel Samar. Er hat kürzlich ein Start-up im Bereich Neue Medien gegründet und arbeitet als Video Producer bei OMF Deutschland.

Referenten

Hans-Markus Haizmann, Leitung der Arbeit unter internationalen Studierenden der SMD in ganz Deutschland. Wohnt mit seiner Familie in Marburg.

Dr. Marco Czygan, OMF Deutschland, ehemals internationale Studierendenarbeit, lebte mit seiner Familie acht Jahre in Ostasien, zuletzt als Hochschuldozent, u.a. Vorlesungen zu interkultureller Kommunikation. Wohnt mit seiner Familie ebenfalls in Marburg.

Veranstalter

OMF International Deutschland

Damit Gott angebetet wird, setzen wir uns mit Wort und Tat ein für die Verbreitung der Guten Nachricht von Jesus Christus unter den Völkern Ostasiens. Chinesen haben einen besonderen Platz in unserem Herzen. Unser Ursprung ist Hudson Taylor und die China Inland Mission. Das sagt alles, oder?!

www.omf.de

Hochschul-SMD International

Wir möchten internationalen Studenten Freundschaft und Unterstützung anbieten. Damit sie sich in Deutschland wohlfühlen, geben wir Gottes Liebe in Wort und Tat weiter und bauen Brücken zwischen deutschen und internationalen Studenten. Unsere Angebote stehen allen Studenten offen – unabhängig von ihrer Religion, Nationalität und ihrem persönlichen Hintergrund.

www.international.smd.org

Anreise

Adresse

Aula der August-Hermann-Francke-Schule
Haus 2, Klingelbachweg
35394 Gießen

Mit Bus & Bahn

Vom Bahnhof fahren die Buslinien 5 und 802 direkt zum Klingelbachweg (Dauer: ca. 18 Minuten). (Fahrplan hier)

Mit Navi

Talstraße 5
35394 Gießen

Parken

Parkmöglichkeiten gibt es vor der Unimensa
Otto-Behaghel-Straße 27

Familien willkommen!

Für Kinder von 3 – 14 Jahren wird an beiden Tagen ein spannendes Programm in zwei Altersgruppen angeboten.

Mittagessen wird angeboten

In der Mittagspause wird ein kostengünstiges Mittagessen angeboten.

Eintritt frei

Die Teilnahme am Studientag ist kostenfrei.

Anmeldung

Anmeldung wird erbeten. Eine Teilnahme ist auch spontan möglich.

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