So war das OMF Asienwochenende 2016 in Gießen

Geheimnisvolles Asien verstehen

Um Asiaten, ihre Werte und ihr Denken verstehen zu lernen, trafen sich Asienfreunde am vergangenen Wochenende in der Gießener August-Hermann-Francke-Schule. Eingeladen hatten OMF Deutschland (Mücke) und die Hochschul-SMD International (Marburg).

Etwa 70 Teilnehmer nahmen am Samstag am Studientag teil. Dr. Meiken Buchholz, Dozentin an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) und am China Lutheran Seminary in Taiwan, führte im Hauptreferat ins Thema ein.

Typisch Asien: nur nicht das Gesicht verlieren

AWE 2016 Meiken Buchholz 2

Referentin Dr. Meiken Buchholz

Buchholz half mit ihrem Vortrag, asiatische Eigenarten zu verstehen. „Warum ist es für Asiaten so schlimm, das Gesicht zu verlieren?“ Das „Gesicht“ sei das soziale Ansehen einer Person, das Anerkennung und Vertrauen in anderen bewirke. Es sei wie Kapital, das vermehrt oder verloren werden könne. Das Gesicht sei außerdem keine Privatsache. Jedes Gruppenmitglied trage durch sein Verhalten zum guten oder zum schlechten Ansehen aller mit bei. Dieses Ansehen zu beschädigen sei so schlimm, wie Eigentum zu beschädigen. Aus diesem Grund sei es wichtig, wie man Asiaten gegenüber Kritik anbringe. Es sei nicht leicht, dies so zu tun, dass aller Gesicht gewahrt bleibe.

Ohne Zeit keine Beziehung

AWE 2016 Workshop Schild

Zahlreiche Workshops wurden angeboten

Um zu Asiaten Beziehung aufzubauen, brauche es Zeit. Das Ziel müsse sein, sie „einen von uns“ werden zu lassen. Dazu sei es wichtig, sie Teil einer Gruppe werden zu lassen. Doch das asiatische Bedürfnis nach Gemeinschaft und der deutsche Hang zum Privaten seien einander entgegengesetzt.

In diesem Zusammenhang betonte sie die Rolle von christlicher Gemeinde. Für viele Asiaten sei die enge Beziehung zu anderen Christen der Anlass gewesen, sich über ihren Glauben zu öffnen. Buchholz resümierte: „Unsere Beschränkung, Asiaten zu erreichen, ist die Beschränkung der Gemeinschaft. Für uns ist der Sonntag ein Familientag und nicht Remmi-Demmi.“

Mehrere Workshops schlossen sich der Einführungsveranstaltung an.

Gott in der Fremde finden

AWE 2016 Markus Neitzel

Markus Neitzel, Leiter von japanischen Bibelkreisen in Deutschland

Der Sonntag begann mit einem gut besuchten Gottesdienst. Markus Neitzel aus Hüttenberg ging in seiner Predigt auf die Geschichte vom äthiopischen Finanzminister in der Apostelgeschichte ein. Dieser war den weiten Weg nach Israel gereist, um deren Gott anzubeten. Im Verlauf der Reise lernte er Jesus kennen. Als Folge nahm nahm er den christlichen Glauben mit zurück in sein Land. Heute gilt Äthiopien als einer der ältesten christlich geprägten Staaten der Erde.

Neitzel betonte, dass auch heute viele Asiaten Jesus „in der Fremde“ begegneten. Die meisten nähmen den christlichen Glauben zurück in ihre Heimatländer. Dort würden sie wichtige Stützen der Kirchengemeinden.

Verabschiedung von Mitarbeitern nach Asien

AWE 2016 Band Stadtmission Gießen

Musikalischer Rahmen: Band der Stadtmission Gießen

Nachmittags stellte die Theatergruppe der Stadtmission Gießen eine bewegende Pantomime dar. Jugendpastor Johannes Dietrich rief die Zuhörer auf: „Lasst uns mit Jesu Augen durch unsre Städte gehen und sehen, wie er den Leuten helfen will.“ Dies gelte für Asiaten ebenso wie für alle anderen Menschen.

Anschließend wurden mehrere Mitarbeiter von OMF Deutschland nach Asien ausgesandt. Das Wochenende klang bei Kaffee und Kuchen und mit lebhaften Gesprächen aus.

Vorträge als MP3

Sie können die Vorträge mit Rechtsklick auf Ihren Computer herunterladen

OMF Asienwochenende in Gießen
Download Programm

Über 25.000 Chinesen leben als Studenten oder Wissenschaftler in Deutschland. Dazu kommen Asiaten aus anderen Ländern. Der Aufenthalt in Deutschland wird sie in vielerlei Hinsicht für ihr weiteres Leben prägen.

Familien willkommen! Parallelprogramm für Kinder von 3-12 Jahren.

Studientag, Samstag, 23. April

10 Uhr: Grundsatzreferat

Thema: Asiaten unter uns (Dr. Meiken Buchholz, Dozentin an FTH Gießen, Gastdozentin am China Lutheran Seminary, Taiwan)

Mit Berichten von Asiaten

12 Uhr: Infotische, Gespräche und Mittagessen

14 Uhr: Workshops zur Auswahl

Über den Glauben reden mit…

  • …atheistisch geprägten Chinesen
  • …säkular orientierten Japanern
  • …buddhistisch verwurzelten Thais
  • …Muslimen

16:15 Uhr: Aus der Praxis – für die Praxis

  • Freundschaften knüpfen: praktische Tipps
  • Gastfreundschaft leben
  • Heimat bieten in Gemeinden
  • Missionarisches Bibellesen
  • Zurück in die Heimat: Wie vorbereiten?

17:45 Uhr: Schlusspunkt

Missionsfest, Sonntag, 24. April

10 Uhr: Gottesdienst

Thema: Jesus in der Fremde begegnen

11:30 Uhr: Infotische und Gespräche

Mittagessen

14:00 Uhr: Missionsfest

Thema: Miteinander Jesus begegnen

Musik, Berichte, Verabschiedung von Mitarbeitern nach Asien

16:00 Uhr: Ausklang mit Kaffee und Kuchen

Wegbeschreibung

Fachreferenten von:
  • Forum für Mission unter Chinesen in Deutschland (FMCD)
  • Freie Theologische Hochschule (FTH)
  • OMF International Deutschland (OMF)
  • Studentenmission in Deutschland (SMD)
Dr. Meiken Buchholz:
  • Dozentin der FTH Gießen und Gastdozentin am China Lutheran Seminary, Taiwan.
  • 13 Jahre Missionarin und theologische Lehrerin in Taiwan.
  • Forschungsschwerpunkt: „Chinesisches Christentum der Gegenwart“.
Darum soll es gehen:

Immer mehr Menschen anderer Nationen möchten in Deutschland leben, studieren und arbeiten. Die Welt ist direkt vor unserer Haustür. Für Christen eine großartige Gelegenheit, sie mit Jesus bekannt zu machen.

Wir möchten darüber reden, wie wir diesen Menschen begegnen können. Wie können wir Brücken bauen zu Menschen mit anderen Kulturen und Glaubensvorstellungen, um mit ihnen über den christlichen Glauben zu reden?

Kontakt

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