Verantwortlicher Umgang mit Schöpfung soll im Umbau des OMF-Schulungszentrums in Manila sichtbar werden. Solarkollektoren reduzieren den CO2 Ausstoss und zeigen, dass ganzheitlichen Jüngerschaft Fürsorge für Schöpfung beinhaltet.

CO2-Kompensationsprojekt

Wir gehen mit Gottes Erde und seiner Schöpfung verantwortlich um. Deshalb wollen wir das Schulungszentrum in Manila so umbauen, dass dies für alle Besucher erkennbar ist. Wir glauben, dass die Gemeinde Jesu als erlöstes Volk Gottes mitverantwortlich ist, der Schöpfung als Offenbarung seines Reichs Sorge zu tragen. Können wir unseren Nächsten wirklich lieben, wenn uns die Umwelt, in der er lebt, nicht interessiert? Wir sind herausgefordert, uns sowohl um die Menschen als auch um ihre und unsere Umwelt zu kümmern.

Leiterschaftstraining

In der Aus- und Weiterbildung von philippinischen Gemeindeleitern kommen immer wieder Fragen auf, wieso Gott die vielen Naturkatastrophen zulässt. Überschwemmungen in Manila, Erdrutsche in Mindanao, Stürme in Samar, um nur einige zu nennen. Zur ganzheitlichen Jüngerschaft gehört deshalb das Aufzeigen von Gottes Absicht mit der Schöpfung und unserem Umgang damit. Ganzheitliche Jesusnachfolge macht folgende Aspekte deutlich:

Wir leben die Fürsorge für die Schöpfung in unserer Jesusnachfolge

Wir erkennen, dass unsere Taten mit unseren Worten übereinstimmen müssen. Wir wollen die Ressourcen zuverlässig verwalten, die uns zur Förderung unseres Dienstes anvertraut sind. Wir wollen deshalb…

  • Nachhaltig und unserem Umfeld angepasst leben
  • Einfach und energieeffizient bauen
  • Realistische Alternativen zu Flugreisen suchen
  • Wiederverwerten und recyceln
  • Unseren CO2-Fussabdruck kompensieren

Wir lehren Fürsorge für die Schöpfung in unserem Anleiten zur Jesusnachfolge

  • Alle neuen Mitarbeiter werden zum Thema Fürsorge für die Schöpfung sensibilisiert. Es wird auch in unsere Forschungs- und Weiterbildungsangebote eingebaut.
  • Wir beteiligen uns an der Erforschung von Themen und deren Umsetzung in Gemeinden, Bibelschulen und der Studentenarbeit.

Wir setzen Fürsorge für die Schöpfung in unseren Missionsstrategien um

Strategien und deren Umsetzung variieren je nach Kontext stark. Sie umfassen …

  • Fördern von nachhaltiger Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Viehhaltung und Fischerei
  • Unterstützen von Projekten zur Wasser- und Abfallbewirtschaftung
  • Verbreiten von angepassten Technologien
  • Erhalten und Sanieren von Ökosystemen
  • Sensibilisieren zu Themen in Bezug auf Fürsorge für die Schöpfung

Das Schulungszentrum in Manila soll unsere Fürsorge für die Schöpfung aufzeigen. Der Strom, der in Manila üblicherweise verbraucht wird, stammt vorwiegend aus Braunkohlekraftwerken. Mit der Umstellung auf Solarenergie kann pro Kilowattstunde prodzuierter Energie 1 Kilogramm CO2 eingespart werden. So können über die nächsten 30 Jahre über 2000 Tonnen CO2-Emissionen verhindert werden. Neben Büroräumlichkeiten und dem Buchlager des christlichen Verlags werden in diesem Zentrum jährlich viele Schulungen angeboten, um Vollzeiten und Laien für ihren Dienst zuzurüsten.

Wir investieren zur Ehre Gottes in die Ausstattung des Schulungszentrums mit einer Photovoltaikanlage. Die Gesamtkosten von Fr. 150‘000 werden zur Hälfte wettgemacht durch Einsparungen in Stromkosten. Die andere Hälfte soll durch Spenden und auch durch CO2-Kompensationsbeiträge gedeckt werden.

Der ökologische Fussabdruck wird als Fläche auf der Erde pro Person bezeichnet, die notwendig ist, um den heutigen Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Ein Schweizer hat einen ökologischen Fussabdruck von 5 Hektar pro Person, die Regenerationskapazität der Schweiz beträgt 1,2 Hektar pro Person. Das heisst, unseren Lebensstandard können wir nur auf Kosten anderer erhalten.

Kompensationsmöglichkeiten unseres ökologischen Fussabdrucks

Um die CO2-Emission zu kompensieren, wird diesen ein Franken-Wert zugemessen. Dieser Wert ist ist so angesetzt, wie am Projektestandort die gleiche Menge CO2 vermieden oder verringert werden kann. Der Betrag ist daher abhängig von Ort und Kosten der Massnahme. CO2 gelangt in die Atmosphäre und verteilt sich weltweit. Daher spielt der Ort des Kompensationsprojektes keine Rolle. Oft sind die Kosten für solche Projekte im fernen Ausland viel günstiger als in der Schweiz.

Für das Projekt ‚Sonne in Manila‘ rechnen wir mit folgenden Kompensationsansätzen:

  • Pro 1000 km Flugreise: Fr. 10.-
  • Pro 1000 km Autofahrt: Fr. 8.-

Ganzheitliche Jesusnachfolge fordert uns heraus, auch unseren Beitrag zur globalen Armut und zu Naturkatastrophen zu überdenken und zu handeln. Das Schulungszentrum in Manila soll beispielhaft zeigen, wie wir unsere Verantwortung ernst nehmen und auf globale Zusammenhänge hinweisen können; das soll auch in derganzheitlichen Jesusnachfolge und durch unsere Fürsorge für die Schöpfung deutlich werden.

Danke für alle Unterstützung für den Umbau des Schulungszentrums in Manila.

Projektspenden (via ÜMG) an PK 80-26221-0 mit Vermerk: Sonne in Manila (P65248)
IBAN: CH95 0900 0000 8002 6221 0

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