Letzte Woche fand eine Hochzeit vor meinem Haus statt. Dafür wurden zwei Zelte aufgestellt: eines für die Küche, wo das Essen gekocht wird und das andere als Festzelt. Diese Zelte wurden auf der Strasse aufgestellt und für die nächsten 2-3 Tage sind diese dann gesperrt. Morgens um 5 Uhr wird der erste Soundcheck gemacht und dieser zieht sich so ziemlich bis in den Nachmittag hinein, mit kleinen Unterbrüchen, wo es dann himmlisch ruhig ist. Ausserdem surren im Hintergrund die Generatoren. Am Eingang jedes Hochzeitzeltes werden zwei Bananenstauden aufgestellt: die eine wird golden und die andere silbern an gesprayt. Wenn man durch die Stadt fährt, trifft man immer wieder solche Hochzeitszelte an.

Dies ist mein letzter Newsletter aus Kambodscha, da ich in drei Wochen schon wieder zu Hause bin. Die letzten Wochen waren so „alltäglich“, dass ich nicht wirklich wusste, was ich euch schreiben soll. Ich habe es aber sehr genossen eine gewisse Normalität in Kambodscha zu erleben und das langsamere Lebenstempo erlaubt es mir, mich auf meinen Abschied vorzubereiten. Ich habe mein Velo und mein Moto verkauft (das Moto fahre ich die nächsten zwei Wochen noch), fange langsam an meine Wohnung zu räumen und zu überlegen was wohin kommt. Ausserdem liegt ein ganzer Stapel von Abschieds-Karten vor mir, die ich schreiben möchte.

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