Vom November 2024 an war ich für vier Monate mit Jesus in Japan unterwegs. Ich durfte Japan und das, was Jesus für mich vorbereitet hat, entdecken. Mein Herzenswunsch: Menschen lernen Jesus kennen und lieben.
Meine ersten Erfahrungen mit Menschen über Jesus zu sprechen und für sie zu beten, sammelte ich im Ausland. In einer fremden Umgebung, wo mich niemand kannte, fiel es mir leichter. Bei ISTL ist es eigentlich üblich, dass wir als Klasse wöchentlich in Thun auf die Strasse gehen. Dies stellte für mich eine echte Herausforderung dar. Gemeinsam ermutigten wir uns und erlebten Gottes Segen und Stärkung. Ich darf einfach eine Zeugin sein für Jesus – so, wie ich bin, und nicht so, wie ich mir vorstellte sein zu müssen.

Was ich in Thun lernte, durfte ich dann bei einem Kurzzeiteinsatz in Japan ausprobieren. An einem Strand bei Yokohama begegnete ich Dai, einem jungen Mann, der über Schmerzen im Fuss klagte. Ich war Teil einer christlichen Surfergruppe, und wir boten kostenlos Kaffee und Surfbretter zum Ausleihen an. Dadurch kamen wir mit Menschen ins Gespräch und erzählten ihnen biblische Geschichten und hörten ihren Stories zu. Wir erzählten Dai also von Jesus und fragten ihn dann, ob wir für ihn beten dürfen. Er bejahte und wir beteten für Heilung im Namen Jesu für seinen Fuss. Am nächsten Tag kam er freudig zu uns und erzählte, dass seine Schmerzen fast vollständig verschwunden seien. Obwohl ich versehentlich das japanische Wort für ‘Maschinenreparatur’ statt für ‘Heilung’ benutzte, liess Gott sich davon nicht aufhalten und wirkte an diesem jungen Mann. Gott nutzte meine Bereitschaft und meine Fähigkeiten – so, wie ich bin!
Jesus nachzufolgen, bedeutet für mich, mir Zeit zu nehmen für Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Das kann bedeuten, beim Umzug zu helfen oder auf einen Kaffee vorbeizugehen. Gott schenkt es, dass ich durch Nächstenliebe Licht ins Dunkel bringen und so Raum für offene Gespräche schaffen darf. Doch ohne Gebet geht nichts! Ich will lernen, bewusst Begegnungen im Gebet vorzubereiten und nicht aus eigener Kraft zu handeln. Durchs Gebet werde ich gestärkt und kann dort, wo ich mich einbringe, sein Werk tun. Ich überlasse Jesus die Führung. Und das macht den Unterschied für die Menschen, denen ich begegne.
