Markus Dubach übergibt am Samstag, 9. Mai um 15 Uhr bei einem öffentlichen Gottesdienst in der reformierten Kirche Uster die Leitung von OMF Suisse an David Ruprecht. Dubach blickt auf Berufstätigkeit als Tür zur Mission, auf Mission unter Ostasiaten und darauf, wie Missionen heute Mitarbeitende gewinnen.
IDEA: Sie entschieden sich als Jugendlicher, Landwirtschaft zu studieren, damit Sie Gott mit Ihrem Beruf in einem Land dienen konnten, wo keine Visa für Theologen erhältlich waren. Würden Sie das wieder tun?
Markus Dubach: Ja! Die Welt ist unzugänglicher geworden. Auch für die Schweiz bekommt zum Beispiel eine Chinesin kein Visum, wenn sie hier als interkulturelle Mitarbeiterin Menschen die Gute Nachricht weitergeben möchte. Man muss als Berufsfrau oder Berufsmann in die Schweiz kommen und darf dann den Raum nutzen. In 70 Prozent der Länder Ostasiens ist das schon so, im arabischen Raum vermutlich bei fast allen. Das ist also der Weg, wie es weitergehen wird.
IDEA: 1993 reisten Sie mit OMF im Rahmen eines Konsortiums von zehn Missionsorganisationen in die Mongolei aus. Vor Ort arbeiteten Sie für landwirtschaftliche Projekte. Konnten Sie im geistlichen oder im wirtschaftlichen Bereich mehr bewirken?
Markus Dubach: Beides war immer integriert. Die mongolische Regierung wollte den wirtschaftlichen Bereich. Dieser war es, für den ich gelobt wurde. Im geistlichen Bereich sagen uns bis heute Menschen, dass wir sie sehr stark beeinflusst haben, vielleicht mehr, als wir damals noch dachten. Zum Beispiel kriegte ich einen Brief von einer Frau, die schrieb: „Vermutlich weisst du nicht, wer ich bin. Als ich Kind war, kamst du bei uns zu Hause vorbei und hast mir eine Kinderbibel gegeben. Diese habe ich immer gelesen und habe mich für Jesus entschieden. Dafür möchte ich dir Danke sagen.“ Ich hatte die Möglichkeit, als Landwirtschaftsexperte aufs Land zu gehen, Leute zu treffen, die noch keinen Zugang hatten zu einer Gemeinde. Ich konnte dies mit Literatur tun in einem Land, das unter dem Kommunismus einen sehr starken Wert auf Ausbildung gelegt hatte und in dem die meisten lesen und schreiben konnten. So war es möglich, auch mit Schriften und Büchern Spuren zu hinterlassen.
Auf Ideaschweiz.ch oder in der aktuellen Printausgabe findest du das ganze Interview mit vielen wertvollen Einblicken in die Vision und Arbeitsweise von OMF.